Tote, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Toten · Nominativ Plural: Tote(n)
Mit Pluralendung -n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Toten, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Tote.
WorttrennungTo-te
Grundformtot
Wortbildung mit ›Tote‹ als Erstglied: ↗Totenacker · ↗Totenbahre · ↗Totenbeschwörung · ↗Totenbett · ↗Totenbuch · ↗Totenehrung · ↗Totenfeier · ↗Totenfest · ↗Totenflaute · ↗Totenfleck · ↗Totenfrau · ↗Totengedächtnis · ↗Totengeleit · ↗Totengeläut · ↗Totengeläute · ↗Totengericht · ↗Totengerippe · ↗Totenglocke · ↗Totengräber · ↗Totenhalle · ↗Totenhand · ↗Totenhemd · ↗Totenkammer · ↗Totenkerze · ↗Totenklage · ↗Totenkopf · ↗Totenkult · ↗Totenlager · ↗Totenlaken · ↗Totenmahl · ↗Totenmaske · ↗Totenmesse · ↗Totenopfer · ↗Totenreich · ↗Totenschein · ↗Totenschädel · ↗Totensonntag · ↗Totenstadt · ↗Totenstarre · ↗Totenstille · ↗Totentanz · ↗Totentempel · ↗Totenuhr · ↗Totenvogel · ↗Totenwache · ↗Totenwacht · ↗Totenwurm · ↗Totenzahl · ↗Totenzettel · ↗Totenzimmer · ↗totenblass · ↗totenbleich · ↗toteneinsam · ↗totenfahl · ↗totenhaft · ↗totenstarr · ↗totenstill · ↗totenähnlich
 ·  mit ›Tote‹ als Letztglied: ↗Drogentote · ↗Gastote · ↗Krebstote · ↗Kriegstote · ↗Rauschgifttote · ↗Scheintote · ↗Unfalltote · ↗Verkehrstote
eWDG, 1976

Bedeutung

Mensch, der gestorben ist
entsprechend der Bedeutung von tot (Lesart 1)
Beispiele:
bei dem Verkehrsunfall gab es zwei Tote
einen Toten (= Verstorbenen) aufbahren, bestatten
gehoben der Toten gedenken
gehoben die Hinterbliebenen trauerten um den teuren Toten
er schlief wie ein Toter (= ganz fest)
das Reich der Toten (= Unterwelt, Totenreich)
Die Toten bleiben jung [SeghersDie TotenTitel]
bildlich
Beispiele:
das ist ja ein Lärm, um Tote zu erwecken (= das ist ja ein wüster Lärm)
gehoben, verhüllend lass die Toten ruhen! (= sprich nichts Nachteiliges über die Toten!)
scherzhaft »Sie müssen mir von Ihrem Urlaub erzählen, lieber Freund! Also wieder glücklich von den Toten auferstanden (= glücklich zurückgekehrt) [Kellerm.Totentanz28]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absturz Angehörige Anschlag Auferstehung Bombenanschlag Explosion Hundert Identität Lebende Schwerverletzte Unfall Verletzte Vermißte Verwundete Zahl Zugunglück auferstehen beerdigen begraben beklagen bergen bestatten dutzend elf gedenken hundert identifizieren lebend neun sieben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tote‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zuvor war von 36 Toten, darunter 15 Kinder, die Rede gewesen.
Die Zeit, 16.12.2013 (online)
Es gelang aber, dies ohne einen einzigen Toten zu erreichen.
Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1975 - 1995, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1999], S. 429
Die Zahl der Toten erhöhte sich in den nächsten Tagen auf 337.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1995]
Späte Tote, die es viel früher angerührt habe, aber nun erst habe es ihr Herz angefaßt.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 290
Und was es auch sonst dort geben mochte, es ging mich ebensowenig an wie den Toten.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 21
Zitationshilfe
„Tote“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tote>, abgerufen am 19.09.2019.

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