Totenacker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungTo-ten-acker
WortzerlegungToteAcker
eWDG, 1976

Bedeutung

veraltet, dichterisch Friedhof
Beispiel:
der Pfarrer ... verließ an der Spitze seiner Gemeinde festen Schrittes den Totenacker [Ric. HuchDreißigjähr. Krieg2,396]

Thesaurus

Synonymgruppe
Begräbnisplatz · ↗Grabfeld · ↗Gräberfeld · Totenacker  ●  ↗Friedhof  Hauptform · ↗Gottesacker  veraltet · ↗Kirchhof  veraltet · Leichenhof  veraltet
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beide wurden mit der Intention geschaffen, nicht nur Totenacker, sondern auch Park zu sein.
Süddeutsche Zeitung, 19.11.2002
Danach kann von Deutschland nur ein radioaktiv verseuchter Totenacker übrigbleiben.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1954]
Sie stand an der Mauer des Totenackers, reckte den Kopf nach dem Arm in Arm gehenden Paar und bekam feuchte Augenlider.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 106
Der Pfarrer lud sein totes Kind auf den Arm und verließ an der Spitze seiner Gemeinde festen Schrittes den Totenacker.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 6199
Viele der Totenäcker verkörpern die Vergänglichkeit der Dinge mit einem milden Wildwuchs von Gräsern und Buschwerk, von Blumen und Sträuchern.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 239
Zitationshilfe
„Totenacker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Totenacker>, abgerufen am 10.12.2019.

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