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Totenopfer, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Totenopfers · Nominativ Plural: Totenopfer
Aussprache 
Worttrennung To-ten-op-fer
Wortzerlegung Tote Opfer
eWDG

Bedeutung

historisch Opfer, das einem Toten dargebracht wurde

Verwendungsbeispiele für ›Totenopfer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In dem rituellen Totenopfer ist der ganze, recht lange Abend beschlossen. [Der Tagesspiegel, 22.04.2001]
Die Totenopfer sollten sie zur Ruhe bringen und ihren Neid und Zorn gegen die glücklichen Lebenden beschwichtigen. [Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 110]
Hier, vor den Toren des Schattenreiches, wurden die Totenopfer gebracht, unblutige Opfer, Kräuterrauch, um Zeus gnädig zu stimmen. [Die Zeit, 17.11.1972, Nr. 46]
Daneben dient der Kindeskauf anderen, speziell religiösen Zwecken (Sicherung der Totenopfer), als Vorläufer der »Adoption«. [Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 1040]
Vielleicht enthielten die Gefäße Speise und Trank als Totenopfer oder stellten den Toten unter den Schutz der Götter. [o. A.: Lexikon der Kunst – Z. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 35072]
Zitationshilfe
„Totenopfer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Totenopfer>.

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