Totenuhr

GrammatikSubstantiv
WorttrennungTo-ten-uhr (computergeneriert)
WortzerlegungToteUhr
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich Holzwurm, der klopfende Geräusche erzeugt und nach abergläubischen Vorstellungen einen bevorstehenden Todesfall ankündigt
Beispiel:
Ich hör' in der Registratur / ... die Totenuhr [Mörike1,144]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Volksglaube betrachtet das unheimliche Klopfen der versteckt lebenden Käfer als Vorboten eines Trauerfalles und nennt daher den kleinen Störenfried "Totenuhr".
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 110
Das Geräusch dieser Frostung beschreibt Walker als "ein leises Knacken, wie das Ticken einer Totenuhr ”.
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2004
Meine Totenuhr ist das Granitdengeln des benachbarten Steinmetzen Rota, das Geräusch von Klöpfel und Schariereisen.
Burger, Hermann: Die künstliche Mutter, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1986 [1982], S. 130
Für die Totenuhr, den Haus- und den Mulmbock sind diese Verhältnisse in den Abb. 170 und 171 verständlich dargestellt.
Sandermann, Wilhelm: Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, Leipzig: Geest & Portig 1956, S. 347
Zitationshilfe
„Totenuhr“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Totenuhr>, abgerufen am 23.09.2019.

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