Totenvogel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungTo-ten-vo-gel (computergeneriert)
WortzerlegungToteVogel
eWDG, 1976

Bedeutung

Steinkauz, der nach abergläubischen Vorstellungen einen Kranken, Sterbenden ruft
Beispiel:
kiwitt-kiwitt! schrie der Totenvogel herüber: Komm mit! Komm mit! [WelkHeiden254]

Typische Verbindungen
computergeneriert

schreien

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Totenvogel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wolle nun sein Testament aufsetzen, der Totenvogel sei da gewesen.
Die Welt, 07.11.2003
Nachts in meinem Bett sah ich Totenvögel über den angekohlten Ruinen.
Hilsenrath, Edgar: Der Nazi & der Friseur, Köln: Literar. Verl. Braun 1977, S. 173
Alte Juden sitzen auf der Bank im Park, Totenvögel mit dem gelben Ring, eines Tages sind sie verschwunden, der Kinderspielplatz ist leer.
Die Zeit, 25.01.1960, Nr. 04
Vor den - vielleicht allzu streng bewachten - Archiven hocken höchst merkwürdige Totenvögel, die nur darauf harren, endlich den großen Mann in Gestalt seiner Lebenszeugnisse zu fleddern.
Der Spiegel, 11.12.1989
Nein, an meinem Grabe durfte keiner von diesen Totenvögeln stehen, mit seinem Talar und seinem sentimentalen mitchristlichen Gesäusel!
Hesse, Hermann: Der Steppenwolf, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1955 [1927], S. 72
Zitationshilfe
„Totenvogel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Totenvogel>, abgerufen am 19.09.2019.

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