Totenzettel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Totenzettels · Nominativ Plural: Totenzettel
Aussprache [ˈtoːtn̩ˌʦɛtl̩]
Worttrennung To-ten-zet-tel
Wortzerlegung Tote Zettel1
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

besonders D-Mittelwest einfacher oder gefalteter Zettel mit den Lebensdaten einer verstorbenen Person, der zur Erinnerung bei einer Trauerfeier ausgegeben wird
Synonym zu Sterbebild
Beispiele:
Das Sterbebild wird außerhalb des süddeutschen Raumes auch Totenzettel genannt und ist heute in der Regel ein kleinformatiges Papier, das in Erinnerung an einen Verstorbenen mit dessen Namen, seinen Lebensdaten – seit geraumer Zeit bereits auch mit einer Fotografie – und Fürbittgebeten versehen ist. [Mittelbayerische, 08.11.2016]
Aus dem Totenzettel des 1913 verstorbenen Joseph Liebertz gehen beispielsweise als Hinterbliebene hervor: seine Gattin und neun Kinder. [Saarbrücker Zeitung, 20.11.2019]
Von der Patientenverfügung bis zum Text für den Totenzettel und der Liedreihenfolge bei der Beerdigung sollte man am besten alles schon andenken, damit man vorbereitet ist, falls irgendwas passiert. [Die Zeit, 19.11.2016 (online)]
Totenzettel fanden ihre Verbreitung, ausgehend vom 17. Jahrhundert, vor allem in den katholischen Teilen Europas. [Aachener Zeitung, 02.10.2014]
Während die Totenzettel heute nur die wichtigsten Lebensdaten über den Verstorbenen preisgeben, erzählen die alten Exemplare mitunter wahre Biografien. [Rhein-Zeitung, 01.12.2012]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Totenzettel  ●  Leidzirkular  schweiz. · Parte  österr. · Partezettel  österr.
Assoziationen
Zitationshilfe
„Totenzettel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Totenzettel>.

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