Tourismusindustrie, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tourismusindustrie · Nominativ Plural: Tourismusindustrien · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungTou-ris-mus-in-dus-trie · Tou-ris-mus-in-dust-rie
WortzerlegungTourismusIndustrie
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2017

Bedeutung

Gesamtheit der Einrichtungen (Lesart 4), Dienstleistungen (Lesart 2) u. Ä., die dem Tourismus dienen
Beispiele:
Damit sich auch Ungeübte [Wanderer] nicht verlaufen, bietet die Tourismusindustrie ausgefeilte Routenpläne ebenso an wie geführte Touren und übernimmt zumeist auch den Gepäcktransport von Ort zu Ort. [Die Zeit, 06.05.1999, Nr. 19]
Dabei liegt die österreichische Tourismusindustrie beileibe nicht danieder, im Gegenteil. Intensiv werden Skigebiete ausgebaut, Skikanonen angeschafft, werden Spiel, Sport, Lärm und Party auf der Piste angeboten; und mit alledem werden auch nach wie vor Zuwächse verzeichnet. [Süddeutsche Zeitung, 14.12.2015]
In Schönau am Königssee brummt die Tourismusindustrie. Hinter dem riesigen – gebührenpflichtigen – Parkplatz reihen sich Richtung See die Standln aneinander. Alle bieten mehr oder weniger denselben Alpenkitsch. Der Königssee gehört zweifellos zu den Landschaftshighlights der Region und wird entsprechend vermarktet. [Der Standard, 26.06.2015]
Der [Befund] […] ist überall dort in Spanien, wo jahrelang ohne Rücksicht auf Verluste eine lukrative Tourismusindustrie hochgezüchtet wurde, gleich: Zubetonierte Küsten, durch Bettenburgen verschandelte Landschaften, sterbende Strände, Verkehrsinfarkt, Wasser-, Energie- und Müllentsorgungsprobleme. [Der Tagesspiegel, 02.07.2001]
Tatsächlich ist der Club Méditerranée auch nur eines der vielen verschiedenen kommerziellen Unternehmen der Tourismusindustrie und, soweit man weiß, ein Unternehmen, das nicht gerade schlecht verdient. [Die Zeit, 02.03.1973, Nr. 10]
Eine Fachtagung ergab: Reiseländer verschwenden viele Millionen, weil Fremdenverkehrsämter und Tourismusindustrien das Image ihres Landes im Ausland falsch einschätzen. Die Länder präsentieren sich so, wie sie gerne wären – fernab jeglicher Realität. [die tageszeitung, 20.12.1997] ungewöhnl. Pl.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die einheimische, lokale, globale, gesamte Tourismusindustrie
als Akkusativobjekt: die Tourismusindustrie ankurbeln
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Arbeitsplätze in der Tourismusindustrie; ein schwerer Rückschlag, ein Schaden, Folgen für die Tourismusindustrie
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Tourismusindustrie in der Region
als Genitivattribut: der Aufbau, das Wachstum, die Interessen der Tourismusindustrie

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auswirkungen Einbrüchen Insel Krise Landwirtschaft Vertreter Wirtschaftszweig ankurbeln australischen befürchtet boomenden britische chinesischen einheimischen erholt getroffen globale griechische hinnehmen indische israelische italienische leidet lokalen schaden spanische türkische verzeichnet ägyptische österreichische

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tourismusindustrie‹.

Zitationshilfe
„Tourismusindustrie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tourismusindustrie>, abgerufen am 27.04.2018.

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