Träger, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Trägers · Nominativ Plural: Träger
Aussprache
WorttrennungTrä-ger
Wortzerlegungtragen-er
Wortbildung mit ›Träger‹ als Erstglied: ↗Trägerband · ↗Trägerbetrieb · ↗Trägereisen · ↗Trägerflugzeug · ↗Trägerfrequenz · ↗Trägergesellschaft · ↗Trägergruppe · ↗Trägerin · ↗Trägermaterial · ↗Trägerorganisation · ↗Trägerrakete · ↗Trägerrock · ↗Trägerschaft · ↗Trägerschicht · ↗Trägerschürze · ↗Trägersystem · ↗Trägerverein · ↗Trägerwelle · ↗trägerlos
 ·  mit ›Träger‹ als Letztglied: ↗Achselträger · ↗Akzentträger · ↗Amtsträger · ↗Atomträger · ↗Aufgabenträger · ↗Bakterienträger · ↗Balkenträger · ↗Bannerträger · ↗Bartträger · ↗Bauträger · ↗Bazillenträger · ↗Bedarfsträger · ↗Bedenkenträger · ↗Bedeutungsträger · ↗Bildträger · ↗Bildungsträger · ↗Briefträger · ↗Briketträger · ↗Brillenträger · ↗Brückenträger · ↗Datenträger · ↗Deckenträger · ↗Eisenträger · ↗Eiweißträger · ↗Energieträger · ↗Entscheidungsträger · ↗Entwicklungsträger · ↗Essenträger · ↗Fahnenträger · ↗Fahrradträger · ↗Flugzeugträger · ↗Friedensnobelpreisträger · ↗Friedenspreisträger · ↗Funktionsträger · ↗Gebälkträger · ↗Geheimnisträger · ↗Gepäckträger · ↗Geschäftsträger · ↗Gewährsträger · ↗Gewährträger · ↗Grundrechtsträger · ↗Handlungsträger · ↗Hauptträger · ↗Helikopterträger · ↗Herrschaftsträger · ↗Hoffnungsträger · ↗Hoheitsträger · ↗Hosenträger · ↗Hubschrauberträger · ↗Infektionsträger · ↗Informationsträger · ↗Investitionsträger · ↗Investträger · ↗Jochträger · ↗Jugendhilfeträger · ↗Jugendwohlfahrtsträger · ↗Kartellträger · ↗Keimträger · ↗Kernwaffenträger · ↗Kofferträger · ↗Kohlenträger · ↗Kommunikationsträger · ↗Kostenträger · ↗Kragträger · ↗Krankenhausträger · ↗Krankenträger · ↗Krankheitsüberträger · ↗Kulturpreisträger · ↗Kulturträger · ↗Kunstpreisträger · ↗Ladungsträger · ↗Lastenträger · ↗Lastträger · ↗Lehensträger · ↗Lehnsträger · ↗Leistungsträger · ↗Literaturnobelpreisträger · ↗Lizenzträger · ↗Machtträger · ↗Mandatsträger · ↗Merkmalsträger · ↗Munitionsträger · ↗Möbelträger · ↗Namensträger · ↗Nationalpreisträger · ↗Nobelpreisträger · ↗Objektträger · ↗Ordensträger · ↗Plakatträger · ↗Planträger · ↗Postenträger · ↗Postträger · ↗Preisträger · ↗Projektträger · ↗Prothesenträger · ↗Putzträger · ↗Raketenträger · ↗Rechtsträger · ↗Rehabilitationsträger · ↗Rentenversicherungsträger · ↗Ritterkreuzträger · ↗Rollenträger · ↗Sackträger · ↗Samenträger · ↗Sanierungsträger · ↗Sargträger · ↗Schiträger · ↗Schleppenträger · ↗Schulträger · ↗Schwertträger · ↗Schürzenträger · ↗Silbenträger · ↗Skiträger · ↗Sozialhilfeträger · ↗Sozialversicherungsträger · ↗Spagettiträger · ↗Spaghettiträger · ↗Sporenträger · ↗Staatspreisträger · ↗Stahlträger · ↗Standartenträger · ↗Steuerträger · ↗Stirnwaffenträger · ↗Sympathieträger · ↗Sänftenträger · ↗Titelträger · ↗Tonträger · ↗Umsatzträger · ↗Unfallversicherungsträger · ↗Uniformträger · ↗Verantwortungsträger · ↗Verkehrsträger · ↗Versicherungsträger · ↗Virenträger · ↗Virusträger · ↗Wachstumsträger · ↗Waffenträger · ↗Warenträger · ↗Wasserträger · ↗Werbeträger · ↗Wissensträger · ↗Wohlfahrtsträger · ↗Wärmeträger · ↗Würdenträger · ↗Zapfenträger · ↗Zeichenträger · ↗Zeitungsträger · ↗Zwischenträger
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
jmd., der (berufsmäßig) Lasten trägt (Lesart 1)
Beispiele:
du musst dir am Bahnhof einen Träger (= Gepäckträger) nehmen
einen Träger, nach einem Träger rufen
Der Krankenwagen kam, zwei Träger (= Krankenträger) mit einer Bahre traten ins Zimmer [J. RothHiob217]
Das meiste, die schweren Stücke [Möbel], hatten die Träger (= Möbelträger) schon hinaufbefördert [St. ZweigAmok69]
2.
Bauwesen meist waagerecht verlegtes Bauelement aus Holz, Stahl, Leichtmetall oder Stahlbeton, das als Stütze dient und Lasten aushalten kann
entsprechend der Bedeutung von tragen (Lesart 2)
Beispiele:
ein Träger aus Eisen, Stahl
die Brücke ruht auf mächtigen Trägern
aus einer Wolke von Staub ragten verbogene Träger [KoeppenTod48]
3.
meist im Plural
eins von zwei Bändern, die oben an bestimmten Kleidungsstücken angebracht sind, über die Schultern geführt werden und das Kleidungsstück halten
Beispiele:
die Träger an einem Hemd, Unterkleid
ein Rock, eine Hose mit Trägern
abknöpfbare Träger
der Träger ist abgerissen
den Träger wieder annähen
die Träger kürzen
4.
jmd., der etw. trägt (Lesart 2. 3. 6. 13 a)
entsprechend der Bedeutung von tragen (Lesart 2)
Beispiele:
die Träger der Handlung, Hauptrolle
Arbeiter- und Soldatenräte, die sich in ihrer großen Mehrheit zu Trägern der politischen Macht erklärten [Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung6,161]
entsprechend der Bedeutung von tragen (Lesart 3)
Beispiel:
als wären sie längst nicht mehr Angehörige der Armee und nur noch nachlässige Träger ihrer Uniformen [J. RothRadetzkymarsch233]
entsprechend der Bedeutung von tragen (Lesart 6)
Beispiel:
er ist Träger eines alten, bekannten, weitverbreiteten Namens
entsprechend der Bedeutung von tragen (Lesart 13 a)
Beispiele:
er ist Träger mehrerer Auszeichnungen, Preise
Fleisch ist Träger biologisch hochwertigen Eiweißes
Es gibt unter anderem völlig gesunde Träger von Diphtherie-Erregern [Gesundheit1964]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tragen · Trage · Träger · tragbar · untragbar · abtragen · Abtrag · abträglich · antragen · Antrag · beantragen · auftragen · Auftrag · beauftragen · Beauftragter · betragen · Betrag · eintragen · Eintrag · ertragen · Ertrag · erträglich · unerträglich · vertragen · verträglich · Vertrag · vertraglich · vortragen · Vortrag · zutragen · Zuträger · zuträglich
tragen Vb. ‘eine Last halten und fortbewegen, mit etw. bekleidet sein, Früchte, Ertrag hervorbringen’, ahd. tragan (8. Jh.), mhd. tragen, asächs. dragan, mnd. drāgen, mnl. drāghen, nl. dragen, got. dragan ‘tragen’, semantisch abweichend aengl. dragan ‘ziehen, schleppen, in die Länge ziehen, gehen’, engl. to draw ‘ziehen’, anord. draga ‘ziehen, locken, fahren, Atem holen’, schwed. dra(ga) ‘ziehen’ (germ. *dragan). Außergerm. Anknüpfungen sind nicht gesichert. Aus dem Germ. zu erschließendem ie. *dherāgh-, *dhrā̌gh- ‘ziehen, am Boden schleifen’ stehen nahe ie. *trāgh- ‘ziehen, sich am Boden schleppen, sich bewegen, laufen’, wozu lat. trahere (tractum) ‘ziehen, schleppen’, sowie ie. *dereg-, wozu ↗trecken (s. d.), und ie. *dhreg̑- ‘ziehen, dahinziehen, gleiten, streifen’, wozu aind. dhrájati ‘gleitet dahin, bewegt sich, fliegt’ und (zweifelhaft) ↗trinken (s. d.); Anschluß dieser Varianten an Wurzeln wie ie. *der(ə)- ‘schinden, (ab)spalten’ (s. ↗trennen, ↗zerren) oder ie. *dher(ə)- ‘halten, festhalten, stützen’ ist möglich. Ausgangsbedeutung für tragen scheint ‘am Boden dahingleiten, schleppen, ziehen’ (von Lasten) zu sein, aus der sich ‘tragen’ (durch Lasttiere, Menschen) entwickelt. Trage f. ‘Gestell zum Tragen von Kranken, Lasten, Tragkorb’ (um 1400). Träger m. ‘wer Lasten trägt’, ahd. tragāri (8. Jh.), mhd. trager, treger, seit dem 14. Jh. mit Umlaut. tragbar Adj. ‘erträglich’, mhd. tragebære, ‘zu tragen, transportierbar, (von Kleidern) gut, bequem zu tragen, kleidsam, finanziell erschwinglich’ (18. Jh.), älter ‘trächtig, fruchtbar, gut tragend’ (17. bis 19. Jh.); untragbar Adj. ‘wirtschaftlich, finanziell nicht zumutbar, unerträglich’ (18. Jh.), älter ‘nicht tragend, unfruchtbar’ (16. bis 19. Jh.). abtragen Vb. ‘etw. wegschaffen, beseitigen, einebnen, niederreißen, (Kleidungsstücke) durch Tragen abnutzen, nach und nach bezahlen’, mhd. abetragen; davon rückgebildet Abtrag m. ‘Beeinträchtigung, Minderung, Abzahlung, Wiedergutmachung’, mhd. abetrac ‘Wegnahme, Betrug, Buße, Entschädigung’; abträglich Adj. ‘schädlich, nachteilig’ (Anfang 16. Jh.), mhd. (vereinzelt) abetragelich ‘entschädigend’. antragen Vb. ‘anbieten, vorschlagen’, ahd. anatragan (9. Jh.), mhd. anetragen ‘herantragen, an sich tragen, führen, anstellen, anstiften’; Antrag m. ‘Gesuch, schriftlich vorgebrachte Bitte, förmlicher Vorschlag, Heiratsantrag’, mhd. antrac ‘Anschlag’, rückgebildet aus dem Verb antragen im Sinne von ‘anstiften’; beantragen Vb. ‘einen Antrag stellen, um etw. ersuchen, vorschlagen’ (19. Jh.). auftragen Vb. ‘Speisen auf den Tisch tragen, servieren, aufstreichen, übertreiben, jmdn. verpflichten, etw. zu tun, Kleidungsstücke bis zur Abnutzung tragen, aufbauschen’, mhd. ūftragen ‘in die Höhe streben, reichen’, reflexiv ‘sich erheben, darlegen, opfern’; Auftrag m. ‘(An)weisung, Aufgabe, Verpflichtung’ (17. Jh.), Rückbildung aus dem Verb; davon abgeleitet beauftragen Vb. ‘jmdm. einen Auftrag erteilen’ und Beauftragter m. ‘wer einen Auftrag auszuführen hat’ (beide Ende 18. Jh.). betragen Vb. ‘eine bestimmte Summe, Höhe, ein bestimmtes Maß erreichen, ausmachen’ (17. Jh.), reflexiv ‘sich benehmen, sich aufführen, sich verhalten’ (18. Jh.), mhd. betragen ‘tragen, bringen, ertragen, aussöhnen, beilegen’, reflexiv ‘sich nähren, sich behelfen, sich begnügen, sich befassen, sich abgeben mit’; Betrag m. ‘bestimmte Menge, Geldsumme’ (18. Jh.); vgl. mhd. betrac ‘Vertrag, Vergleich, Erwägung, Sorge’. eintragen Vb. ‘an einen Ort tragen, an einer bestimmten Stelle zusammentragen’, sodann ‘Ertrag, Gewinn bringen, abwerfen’ (16. Jh.), ‘ein-, hineinschreiben, vermerken’ (17. Jh.), ahd. intragan ‘hineintragen’ (9. Jh.), mhd. īntragen, auch ‘einbringen, nutzen’; zu eintragen im Sinne von ‘hineinschreiben’ ist rückgebildet Eintrag m. ‘schriftlicher Vermerk, an bestimmter Stelle eingetragene Bemerkung, (Akten)notiz’ (17. Jh.); vgl. mhd. īntrac ‘Schaden, Nachteil, Einwand, Einrede’, dazu die Wendung einer Sache Eintrag tun ‘sie beeinträchtigen, ihr abträglich sein, sie schädigen’, mhd. īntrac tuon. ertragen Vb. ‘Unangenehmes hinnehmen, ohne sich aufzulehnen, erdulden’, mhd. ertragen ‘vertragen, ertragen’, im 16. Jh. in der heute veralteten Bedeutung ‘einbringen, Nutzen abwerfen’; dazu rückgebildet Ertrag m. ‘bestimmte Menge erzeugter Güter (besonders in der Landwirtschaft), Ausbeute, finanzieller Gewinn’ (16. Jh.); erträglich Adj. ‘so beschaffen, daß es sich ertragen läßt’, unerträglich Adj. (beide 16. Jh.). vertragen Vb. ‘(körperlich, psychisch) ohne Schaden aushalten’, reflexiv ‘gut zusammenpassen, miteinander auskommen’, ahd. firtragan (8. Jh.), mhd. vertragen ‘wegtragen, verleiten, ertragen, erdulden, sich gefallen lassen, verschonen, aussöhnen, einen Vertrag schließen’; verträglich Adj. ‘umgänglich, friedlich, bekömmlich’, mhd. vertregelich, vertragelich, eigentlich ‘erträglich’, vgl. ahd. unfirtragantlīh ‘unerträglich’ (11. Jh.), mhd. und frühnhd. vereinzelt noch vertragenlich. Vertrag m. ‘rechtsgültige Vereinbarung, Abmachung zwischen zwei oder mehreren Partnern, Kontrakt’, mhd. vertrac ‘Vereinbarung, Verträglichkeit, Dauer, Gewinn’; vertraglich Adj. ‘durch Vertrag festgelegt, gemäß dem Vertrag’ (Ende 19. Jh.), zuerst Adverb. vortragen Vb. ‘nach vorn tragen, (zum Essen) vorsetzen’, ahd. furitragan, mhd. vür-, vortragen, mnd. vordragen, -dregen, ‘in Worten vorbringen, darlegen’ (14. Jh.). Vortrag m. ‘mündliche Darlegung, Rede’ (um 1500). zutragen Vb. ‘etw. zu jmdm. hinbringen, (heimlich) hinterbringen, mitteilen’, reflexiv ‘sich ereignen, geschehen’ (15. Jh.), ahd. zuotragan ‘herbeibringen’ (um 1000); Zuträger m. ‘wer anderen (heimlich) Nachrichten zuträgt’ (15. Jh.); zuträglich Adj. ‘die Gesundheit fördernd, bekömmlich, förderlich, nützlich’ (16. Jh.), zum Verb zutragen in der veralteten Bedeutung ‘nützen’ bzw. zum heute unüblichen Substantiv Zutrag ‘Nutzen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bote · ↗Transporteur · Träger · ↗Überbringer · ↗Übermittler
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Tragbalken · Träger
Synonymgruppe
Besitzer · ↗Eigentümer · ↗Eigner · Inh. · ↗Inhaber · Träger

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auszeichnung Belang Bundesverdienstkreuz Einrichtung Erbinformation Friedensnobelpreis Friedenspreis Jugendarbeit Jugendhilfe Kindertagesstätte Kita Kommune Namen Nobelpreis Orden Rentenversicherung Sozialhilfe Staatsgewalt Straßenbaulast Trikot Verdienstorden Wohlfahrtsverband diesjährig eigentlich frei gemeinnützig ideell kirchlich kommunal privat

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Träger‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Träger müssten sich verpflichten, die Gebäude nur als Kita zu verwenden.
Die Welt, 12.02.2004
Demnach kann einer, der einen Namen vergisst, den Träger dieses Namens insgeheim nicht leiden.
Der Tagesspiegel, 04.03.2003
Er verströmt sich nicht an die Umgebung, er haftet am Träger.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 35
Träger der Kultur sind die Völker, namentlich die staatlich geeinten Völker.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 108
Sie selbst waren vielmehr die Träger der höchst entwickelten militärischen Technik.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 962
Zitationshilfe
„Träger“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Träger>, abgerufen am 27.06.2019.

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