Trübseligkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Trübseligkeit · Nominativ Plural: Trübseligkeiten · wird selten im Plural verwendet
Aussprache
WorttrennungTrüb-se-lig-keit
Wortzerlegungtrübselig-keit
Wahrig und DWDS, 2017

Bedeutungen

1.
bedrückte, niedergeschlagene Stimmung, düstere Gemütsverfassung
Synonym zu Trübsinn, Schwermut
Beispiele:
Das beste Heilmittel gegen Trübseligkeit sind schöne Zeiten mit netten Menschen. [studierendenwerkfreiburg.wordpress.com, 07.12.2014]
Paris jubiliert: […] Endlich, so freut sich das Fanvolk, hat die [Fußball-]Nationalmannschaft zu alter Größe zurück gefunden. Monate und Jahre der Trübseligkeit scheinen wie weggewischt. [Spiegel, 28.06.2006 (online)]
Ein Jungmännerleben wird [in diesem Ballett] erzählt mit all seinen Hoffnungen, Trübseligkeiten, Verführungen, Einsamkeiten[…]. [Die Welt, 26.02.2003]
Schwarzseher, Pessimisten, Zauderer werden in ihrer Trübseligkeit [durch die Konjunkturdaten] bestärkt[…]. [Süddeutsche Zeitung, 18.08.2001]
Lust, Freude, Schönheit oder auch nur Genuß, das alles löst sich in einer […] lieblosen Zeit zu einer Trübseligkeit auf, die wie ein Schatten über unseren Tagen liegt. [Die Zeit, 05.06.1952, Nr. 23]
Ich [Erzähler] wollte nicht gezwungen sein, endlos in und von diesem Gedächtnis zu leben: den Schätzen und Trübseligkeiten dieses Gedächtnisses. [Süddeutsche Zeitung, 16.10.1999] ungewöhnl. Pl.
2.
Trostlosigkeit, Langeweile, Ärmlichkeit, Kargheit, Öde (von etw., besonders von Orten oder Zuständen)
Beispiele:
Der Eindruck, den es [das Schloss] in seinem Innern macht, ist der des Stattlichen, aber zugleich der höchsten Trübseligkeit. Es ist ein imposantes Nichts, eine würdevolle Leere – die Dimensionen eines Schlosses und die Nüchternheit einer Kaserne. [blascade.wordpress.com, 26.05.2012]
Der November war noch düsterer als sein Ruf. Allein an 16 Tagen ließ sich die Sonne so gut wie gar nicht blicken[…]. Besonders die letzte Novemberwoche war in ihrer Trübseligkeit kaum zu übertreffen. [Die Welt, 02.12.2004]
Die Trübseligkeit des Gesangs sei ein russisches Familienmerkmal, dichtete in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts Alexander Puschkin. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2003]
Eine Ortschaft am Rande der Trübseligkeit. Eine Strassenkreuzung, die hierhin und dorthin zweigt. Eine unscheinbare Kirche. Beziehungslos auf Leerflächen gestellte Häuser, und dort, wo Leerflächen geblieben sind, Apfelbäume, darunter, wie vergessen, Ringelspiele und eine Schiffsschaukel. [Neue Zürcher Zeitung, 11.12.1993]
[Christoph Heins] »Jubeln nach Dienstschluß« erzählt von […] der Trübseligkeit des Ost-Berliner Nachtlebens, von der Monotonie der Neubauviertel[…]. [Die Zeit, 14.11.1986, Nr. 47]
Zitationshilfe
„Trübseligkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trübseligkeit>, abgerufen am 18.10.2019.

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