Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Traktätchen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Traktätchens · Nominativ Plural: Traktätchen
Aussprache 
Worttrennung Trak-tät-chen
Wortzerlegung Traktat -chen
Herkunft Latein
eWDG

Bedeutung

abwertend religiöse, oft frömmelnde Erbauungsschrift oder Flugschrift
Beispiel:
Traktätchen verteilen, schreiben

Typische Verbindungen zu ›Traktätchen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Traktätchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Traktätchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Erzählungen gleiten öfters in den Stil eines Traktätchens ab. [Die Zeit, 08.11.2010, Nr. 45]
Seit Stunden schon schmökert er in einem geistlichen Traktätchen und streicht sich sorgsam mit einem Kugelschreiber die wichtigsten Stellen an. [Die Zeit, 22.02.1993, Nr. 08]
Es ist eines der im Neonazi‑Buchhandel üblichen Traktätchen, mit denen der staatlich organisierte Massenmord im „Dritten Reich“ abgestritten werden soll. [Die Zeit, 19.10.1979, Nr. 43]
Wir standen auf, kleideten uns an und jeder packte seine Habseligkeit an Büchern, Traktätchen und Spielsachen in einen Korb. [Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 30344]
Und selbst ein kleiner Handel mit Traktätchen und Heiligenbildern trägt bei zum Klosterhaushalt und zum Wohle der Touristen. [Die Zeit, 23.11.1984, Nr. 48]
Zitationshilfe
„Traktätchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trakt%C3%A4tchen>.

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