Traktätchen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Traktätchens · Nominativ Plural: Traktätchen
Aussprache
WorttrennungTrak-tät-chen
HerkunftLatein
WortzerlegungTraktat-chen
eWDG, 1976

Bedeutung

abwertend religiöse, oft frömmelnde Erbauungsschrift oder Flugschrift
Beispiel:
Traktätchen verteilen, schreiben

Typische Verbindungen zu ›Traktätchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

fromm

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Traktätchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Traktätchen‹

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Seine Erzählungen gleiten öfters in den Stil eines Traktätchens ab.
Die Zeit, 08.11.2010, Nr. 45
Seit Stunden schon schmökert er in einem geistlichen Traktätchen und streicht sich sorgsam mit einem Kugelschreiber die wichtigsten Stellen an.
Die Zeit, 22.02.1993, Nr. 08
Wir standen auf, kleideten uns an und jeder packte seine Habseligkeit an Büchern, Traktätchen und Spielsachen in einen Korb.
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 30344
Mit Plakaten ist das nicht getan und nicht mit lehrhaften Predigten und nicht mit moralischen Entrüstungsstürmen und nicht mit Traktätchen.
Tucholsky, Kurt: Krankheit und Besserung. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919]
Der Neffe kehrt wieder, bringt Glück- und Segenswünsche aus dem fernen Lande, Andenken und Traktätchen - eine Sache hat er sich bis zuletzt aufbewahrt.
Tucholsky, Kurt: Die Reliquie. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925]
Zitationshilfe
„Traktätchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trakt%C3%A4tchen>, abgerufen am 26.01.2020.

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