Trambahn, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungTram-bahn (computergeneriert)
Wortzerlegungtram-Bahn
Wortbildung mit ›Trambahn‹ als Erstglied: ↗Trambahnschaffner  ·  mit ›Trambahn‹ als Grundform: ↗Tram
eWDG, 1976

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Straßenbahn, Tram
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trambahn · Tram
Trambahn f. auf Schienen fahrende ‘Pferdebahn’, dann ‘Straßenbahn’, auch (und älter) Tram f. Entlehnung (um 1870) von gleichbed. engl. tram, Kurzform für tram-car ‘Straßenbahnwagen’ bzw. tramroad, tramway ‘Schienenweg’. Engl. tram ‘Schienenstrang, Gleisanlage (aus Eisen, Stein oder Holz), Förderwagen, Karre, Tragegestell, Griffstange einer Trage’, (mundartlich) ‘Balken, Stange’ ist verwandt mit (oder entlehnt aus?) mnd. trame ‘Querstange, Leitersprosse’, mnl. trame, nl. tram, traam ‘Balken’. Vgl. weiter mhd. drām(e), trām(e) ‘Balken, Riegel’ sowie ahd. thremil ‘Riegel’ (Hs. 12. Jh.), mnd. treme, nl. treem ‘Leitersprosse’. Eine Verbindung dieser m-Suffix aufweisenden Bildungen mit der unter ↗Trümmer (s. d.) dargestellten Wortgruppe ist möglich, doch semantisch nicht befriedigend.

Thesaurus

Eisenbahn
Synonymgruppe
Schnellstraßenbahn · ↗Stadtbahn · ↗Straßenbahn · Tram · Trambahn · Überland-Straßenbahn  ●  ↗Tramway  österr. · ↗Bim  ugs., österr. · ↗Elektrische  ugs., veraltend · ↗Nebenbahn  fachspr., schweiz. · Straba  ugs., regional
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Mehrsystembahn · Mehrsystemstadtbahn · Regionalstadtbahn · Regionalstraßenbahn · Regiotram · Stadt-Umland-Bahn · Stadtregionalbahn · Stadtregiotram · Zweisystembahn · Zweisystemstadtbahn
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beschleunigung Bus Busse Fahrgast Fußgänger Fürstenrieder Garten Gleis Haltestelle Nachtlinie Parkstadt S-Bahn U-Bahn Umsteigen Wirtschaftlichkeit Zusammenstoß beschleunigt elektrisch entgleisen fahrend lahmlegen quietschend rattern umleiten umsteigen verkehren vorbeifahren überfahren überfüllt überrollen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trambahn‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht will nämlich mancher mit der alten Trambahn die Zeit von damals wiederaufleben lassen.
Süddeutsche Zeitung, 14.11.1996
Es ginge, wenn ich einen Wagen hätte; aber mit der furchtbaren Trambahn kann ich es nicht schaffen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1946. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1946], S. 189
Und dann ist er einmal in der Trambahn eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht.
Die Zeit, 26.02.2001, Nr. 09
Eine Trambahn kam, brachte uns aber nur wenige hundert Meter vorwärts.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1945], S. 161
Da es regnete, trat er in ein halboffenes Wartehäuschen der Trambahn.
Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 203
Zitationshilfe
„Trambahn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trambahn>, abgerufen am 12.11.2019.

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