Trank, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Trank(e)s · Nominativ Plural: Tränke
Aussprache
Wortbildung mit ›Trank‹ als Erstglied: ↗Trankopfer  ·  mit ›Trank‹ als Letztglied: ↗Maitrank · ↗Schlaftrank · ↗Stärkungstrank · ↗Zaubertrank
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben Getränk
Beispiele:
jmdm. Speise und Trank reichen, vorsetzen
ein heißer, süßer, herber, bitterer, köstlicher Trank
Getränk, das in seiner Zusammensetzung so zubereitet wird, dass es eine bestimmte (heilsame) Wirkung erzielt
Beispiele:
ein erfrischender, belebender, heilsamer Trank
einen Trank brauen, mischen
ein giftiger, tödlicher Trank
Auch nahm er Tränke und Mittel, um seine Stimme zu stärken und geschmeidig zu machen [Feuchtw.Tag288]
Die Frauen hatten ... einen Trank bereitet, der eine leicht abführende Wirkung hatte [SchomburgkAfrika62]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trank · Drank · Zaubertrank · Liebestrank
Trank m. ‘Getränk’, ahd. (8. Jh.), mhd. tranc, auch ‘Trinkgelage, Trunkenheit’, asächs. mnd. drank, mnl. dranc, nl. drank, germ. *dranka- und (mit anderer Stammbildung germ. *dranki-) aengl. drenc, engl. drench (‘Lauge, großer Schluck, Arzneitrank’) sowie got. dragk n., Abstraktbildungen zu dem unter ↗trinken (s. d.) behandelten Verb. Mundartlich Drank m. südwestd. ‘Apfelwein’, nordd. ‘flüssiges Schweinefutter, Spülwasser’. Zaubertrank m. ‘Getränk mit Zaubereigenschaften’ (16. Jh.). Liebestrank m. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Getränk · Trank · ↗Trunk  ●  ↗(das) Trinken  ugs. · ↗Drink  ugs. · ↗Durstlöscher  ugs. · ↗Gesöff  ugs. · ↗Tropfen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dank Genuß Gott Kleidung Kuh Musik Nahrung Schlaf Speis Speise Tanz Unsterblichkeit berauschend bereiten bitter brauen braun geheimnisvoll heiß kredenzen laben magisch mischen reichen schlürfen servieren trinken tödlich verabreichen versorgen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trank‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er soll einer 60 Jahre alten Frau einen tödlichen Trank verabreicht haben.
Süddeutsche Zeitung, 22.05.1998
Dabei kommt der edle Trank überall hin, nur nicht ins Glas.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 239
Den Becher mit dem roten Trank zwar hatte meine Hand noch nicht berührt.
Müller-Jahnke, Clara: Ich bekenne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1904], S. 9224
Ich habe mich Gottes Willen unterworfen und habe diesen Trank zu seiner Zufriedenheit getrunken.
Die Zeit, 18.09.2006, Nr. 37
Frau Anna schenkte den Wein in die Becher und reichte jedem der beiden Männer den Trank.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 427
Zitationshilfe
„Trank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trank>, abgerufen am 19.06.2019.

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