Transformation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungTrans-for-ma-ti-on (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Transformation‹ als Erstglied: ↗Transformationsgrammatik · ↗Transformationsregel · ↗Transformationsstaat
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

transformieren · Transformation · Transformator · Trafo
transformieren Vb. ‘umwandeln, umformen, verwandeln, verändern’, mhd. transformieren, entlehnt aus gleichbed. lat. trānsformāre; vgl. lat. formāre ‘formen, gestalten, bilden’ (s. ↗Form). In der Mathematik ‘in einen anderen mathematischen Ausdruck umwandeln, eine Menge umkehrbar eindeutig abbilden’ (1. Hälfte 19. Jh.), in der Physik ‘mit Hilfe eines Transformators die elektrische Spannung erhöhen oder herabsetzen’ (Ende 19. Jh.). Transformation f. ‘Umwandlung, Umformung, Verwandlung, Veränderung’ (1. Hälfte 16. Jh.), aus gleichbed. spätlat. trānsformātio (Genitiv trānsformātiōnis). In Mathematik (Anfang 18. Jh.) und Physik (Ende 19. Jh.) entsprechend den Bedeutungen des Verbs (s. oben). Transformator m. ‘Gerät zum Erhöhen oder Herabsetzen der Spannung von Wechsel- oder Drehstrom, Umspanner’ (Ende 19. Jh.), latinisierende Bildung in Anlehnung an gleichbed. frz. transformateur. Dazu die Abkürzung Trafo m. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gestaltswandel · Transformation · ↗Umgestaltung · ↗Umwandlung · ↗Verwandlung · Verwandlungsprozess · ↗Wandlung  ●  ↗Metamorphose  fachspr.
Oberbegriffe
Computer
Synonymgruppe
Abbildung · ↗Konvertierung · Transformation · ↗Umwandlung · ↗Überführung
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alltäglichen Deformation Faunenschnitte Gesellschaftssystem Industriegesellschaft Kommandowirtschaft Koordinaten Kulturtheorien Marktwirtschaft Musterland Planwirtschaft Semantik Transduktion Wirtschaftssystems affinen bewerkstelligen durchlebte epochalen evolutive greifende inverse lineare logarithmische marktwirtschaftlichen rapide spirituelle tiefgreifende vollzieht zivilisatorische äquivalenter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Transformation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Später philosophierte er über eine spirituelle Transformation der gesamten westlichen Welt.
Der Tagesspiegel, 21.06.2003
Hier wäre dann gleich von der Transformation von Schuld in Verantwortung zu sprechen, um nicht missverstanden zu werden.
Die Zeit, 23.06.1999, Nr. 25
Bekanntlich ist die Stabilität verschiedener Konfigurationen gegenüber Transformationen nicht gleich.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 264
Für die formale Soziologie stellt sich die gesellschaftliche Wirklichkeit in einer sehr eigentümlichen, aber kategorial notwendigen Transformation dar.
Freyer, Hans: Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft, Leipzig u. a.: B.G. Teubner 1930, S. 59
Die neuen Rangzahlen 3, 4, 5 erhält man durch eine hier zulässige monoton ansteigende Transformation.
Ahrens, Hans Joachim: Messung und Skalierung. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 24406
Zitationshilfe
„Transformation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Transformation>, abgerufen am 22.05.2018.

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