Transsubstantiation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Transsubstantiation · Nominativ Plural: Transsubstantiationen
Aussprache 
Worttrennung Trans-sub-stan-ti-ati-on · Trans-sub-stan-tia-ti-on · Trans-subs-tan-ti-ati-on · Trans-subs-tan-tia-ti-on
Herkunft Mittellatein, Latein
Wortbildung  mit ›Transsubstantiation‹ als Erstglied: ↗Transsubstantiationslehre
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2018

Bedeutung

katholische Kirche durch die Konsekration (2) im Messopfer sich vollziehende Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi
Kollokationen:
als Genitivattribut: das Wunder, die Lehre der Transsubstantiation
Beispiele:
Die römische Kirche lehrt bis heute: Das im Abendmahl gereichte Brot in Form der Hostie ist der Leib Christi, so wie der Wein sein Blut verkörpert – und zwar wirklich und wahrhaftig und nicht nur symbolisch. Aus der Sicht Descartesʼ war das schlichter Aberglaube. Seine physikalische Theorie machte es unmöglich, die Transsubstantiation weiterhin für wahr zu halten. [Der Spiegel, 09.11.2009, Nr. 46]
Zwar schlagen sich Protestanten und Katholiken nicht mehr die Schädel darüber ein, wie denn die Transsubstantiation während des Abendmahls richtig zu verstehen sei (es geht um die Frage, ob und wie sich Brot und Wein in die Realpräsenz Jesu verwandeln). Aber immer noch sind fromme Menschen davon überzeugt, dass ein Ritual am besten ist, wenn es sich nie ändert. [Süddeutsche Zeitung, 20.12.2014]
Dabei gab es [zwischen den Vertretern der Reformation] Unterschiede in der Lehre vom Abendmahl. Luther glaubte an die Transsubstantiation (wirkliche Verwandlung von Wein und Brot in Blut und Leib Christi); Zwingli hielt das für eine symbolische Rede. [Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 114]
Das Fronleichnamsfest wurde zum erstenmal 1246 in Lüttich durch Bischof Robert gefeiert. […] Gefeiert wird die Transsubstantiation, d. h. die wunderbare Verwandlung der gesegneten Hostie in den Leib des Herrn, althochdeutsch fronlichnam. [o. A. [hs]: Fronleichnam. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1974]]
übertragenJa, es gibt diese Transsubstantiation (= Umwandlung) des Schmerzes in eine dunkle Freude, und am Ende kann auch die Depression wie eine Sucht wirken, aus der es keine Befreiung gibt, weil eben der Schmerz, den man erleidet, mit dem allzumenschlichen Wunsch, ihn loszusein, ganz und gar verschmolzen ist. [Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 291]

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Wandlung  ●  Transsubstantiation  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Transsubstantiation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Transsubstantiation‹.

Zitationshilfe
„Transsubstantiation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Transsubstantiation>, abgerufen am 03.06.2020.

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