Tratsch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tratsches · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Tratsch‹ als Erstglied: ↗Tratschgeschichte · ↗Tratschtante · ↗Tratschweib
 ·  mit ›Tratsch‹ als Letztglied: ↗Dorftratsch · ↗Weibertratsch
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend üble Rederei über andere, Klatsch
Beispiele:
Klatsch und Tratsch
boshafter Tratsch
sich nicht um den Tratsch kümmern
laß mich mit dem Tratsch in Ruhe
so ein Tratsch!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tratschen · Tratsch
tratschen Vb. ‘klatschen, schwatzen, über jmdn. herziehen’ (17. Jh.), wohl älter landschaftlich (auch trätschen) ‘hart, schwerfällig, geräuschvoll auftreten, im Schlamm, im Wasser patschen, spritzen’, vgl. mnd. trātsen ‘schwerfällig tanzen’; lautmalenden Ursprungs. Tratsch m. ‘üble Nachrede, Klatsch’ (19. Jh.), landschaftlich ‘Wasserguß, geräuschvolles Auffallen, Aufklatschen ausgegossenen Wassers, Geschwätz’, älter ‘laute Rede, Lärm, unruhiges geräuschvolles Tun’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gerede · ↗Getratsch(e) · ↗Klatsch · ↗Klatscherei · Klatschgeschichten · ↗Stadtgespräch · Tratsch · Tratschereien · offenes Geheimnis  ●  Gossip  engl. · Klatsch und Tratsch  Hauptform · ↗Altweibergeschwätz  ugs., abwertend, fig. · ↗Buschfunk  ugs. · Bürogeflüster  ugs. · ↗Flurfunk  ugs. · ↗Gequatsche  ugs. · ↗Getratsche  ugs. · ↗Lästerei(en)  ugs. · Ratscherei  ugs., süddt.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Tratsch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bedürfnis Gerücht Intrige Katastrophe Klatsch Lust Mischung Neuigkeit Prominente Ratsch Tagesspiegel Treppenhaus Trost austauschen gehoben heiß servieren verbreiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tratsch‹.

Verwendungsbeispiele für ›Tratsch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nebenan - Tratsch - wohnt die Frau, die John F. angeblich eigentlich heiraten wollte.
Die Welt, 17.09.2005
Frühes Aufstehen wird belohnt - mit dem besten Tratsch der Stadt.
Bild, 11.09.2000
Die Luft im »Spaziergarten« war vollgeladen mit Liebesklatsch und Tratsch.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 114
Nur darf sie sich dabei nicht aufdrängen; nie soll sie sich dazu hergeben, Tratsch, Spionage und Zuträgerei zu fördern.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3168
Zitationshilfe
„Tratsch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tratsch>, abgerufen am 22.02.2020.

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