Traube, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Traube · Nominativ Plural: Trauben
Aussprache
WorttrennungTrau-be (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Traube‹ als Erstglied: ↗Traubenernte · ↗Traubenhyazinthe · ↗Traubenlese · ↗Traubenmost · ↗Traubensaft · ↗Traubenschaumwein · ↗Traubenwickler · ↗Traubenzucker · ↗Träubchen · ↗traubenförmig
 ·  mit ›Traube‹ als Letztglied: ↗Blütentraube · ↗Menschentraube · ↗Weintraube
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Blütenstand, bei dem die Blüten gestielt an der unverzweigten Hauptachse sitzen
Beispiel:
die Trauben des Goldregens, der Akazie
2.
Fruchtstand, besonders des Weinstocks
Beispiele:
süße, saure, blaue Trauben (= Weintrauben)
Trauben ernten, lesen, keltern
die Johannisbeeren hingen in diesem Jahr in dichten Trauben am Strauch
übertragen
Beispiel:
die Trauben hängen für ihn zu hoch (= das ist für ihn unerreichbar)
3.
ohne Verkleinerungsform
übertragen dicht gedrängte Menge, besonders von Menschen
Beispiele:
Trauben von Menschen standen vor den Eingängen
in dicken Trauben drängten sich die Kinder vor den Schaufenstern
wo diese [Mücken-] Netze nur ein wenig an der schweißklebrigen Menschenhaut anlagen, setzte sich eine Traube aus tausend Blutsaugern an [StrittmatterWundertäter455]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Traube f. ‘Fruchtstand des Weinstocks’, übertragen ‘dicht gedrängte Menge’, besonders von Menschen. Die Herkunft des nur im Dt. und Nl. begegnenden Substantivs ahd. thrūbo m. (um 800), trūbo m., trūba f. (11. Jh.), mhd. trūbe, troube m. f., asächs. thrūƀo, mnd. drūf, drūve, mnl. drūve, nl. druif ‘Traube’ ist ungewiß. Stellt man eine Verbindung her zu ostfries. drubbel, druppel ‘Klumpen, Knäuel, Haufen, Menge’, drūf ‘fest, dicht gedrängt’, drufel ‘Büschel von Früchten oder Beeren’, nd. Drubbel ‘Haufen, Klumpen, Menge’, schweiz. Truppele ‘Haufen, Vieh, Menge Haselnüsse’, bair. Trauppen ‘Haufen von Einzelsachen, -wesen’, kann von einer Bedeutung ‘Büschel, Klumpen’ ausgegangen werden. Alle weiteren Anknüpfungen, z. B. an aslaw. trupъ ‘Leichnam, Aas’, russ. trup (труп) ‘Leiche’ und lit. trupà ‘Brocken, Schutt, Trümmer’, sind höchst unsicher. Anlautendes t- hat sich erst allmählich durchgesetzt, bei Luther noch draube.

Thesaurus

Synonymgruppe
Clique · ↗Grüppchen · ↗Herde · ↗Kolonne · ↗Pulk · ↗Rudel · ↗Runde · ↗Schar · ↗Schwarm · Traube · ↗Trupp · bunte Truppe  ●  ↗Korona  ugs. · lustiger Verein  ugs., fig.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apfel Beere Birne Feige Granatapfel Kirsche Melone Most Orange Pfirsich Rebe Rebstock Saft Tomate Tonbach Weinberg Weinstock Zuckergehalt edelfaul ernten geerntet hängend keltern kernlos pflücken reif reifen reifend sauer unreif

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Traube‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese stark belasteten Trauben hätten eigentlich gar nicht verkauft werden dürfen.
Der Tagesspiegel, 12.10.2004
Vor einem halben Jahr noch ließ sich Yan Yan nur am Rücken berühren, aber auf Dauer konnte sie den Trauben nicht widerstehen.
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2003
Trauben ißt man mit den Fingern, nachdem man sie einzeln vom Stiel gelöst hat.
Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 4550
Die Trauben gehörten - ich ahnte das nicht - dem klassischen Professor sowenig wie das Haus, das er nur gemietet hatte.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 144
Man tritt mit den Füßen auf den Trauben herum, und dann gärt es.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 291
Zitationshilfe
„Traube“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Traube>, abgerufen am 21.02.2019.

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