Traufe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Traufe · Nominativ Plural: Traufen
Aussprache
WorttrennungTrau-fe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Traufe‹ als Erstglied: ↗Traufhöhe · ↗Traufkante · ↗Traufpflaster
 ·  mit ›Traufe‹ als Letztglied: ↗Dachtraufe
eWDG, 1976

Bedeutung

fachsprachlich untere Kante des Daches (mit der Dachrinne)
Beispiel:
es tropfte von den Traufen
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich vom Regen in die Traufe kommen (= aus einer unangenehmen Lage in eine noch schlimmere geraten)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Traufe · Dachtraufe
Traufe f. ‘untere Kante des Daches (mit der Dachrinne), aus der Dachrinne abfließendes Regenwasser’. Der nur im Dt. begegnende a-Stamm ahd. trouf m. n. (um 900), mhd. trouf m. n. ‘das Tröpfeln, das Herabtropfen des Wassers vom Dach, Ort des Tropfenfalls, Dachrand, -rinne’ und der gleichbed. jō-Stamm mhd. trouf(e) f. sind ablautende Bildungen zu dem unter ↗triefen (s. d.) behandelten Verb. Redensartlich vom Regen in die Traufe kommen (17. Jh.), anfangs auch aus der Traufe in den Schlagregen kommen (17. Jh.), aus der Traufe in den Platzregen kommen (18. Jh.) ‘aus einer unangenehmen Lage in eine noch schlimmere geraten’; vgl. mhd. in die troufe kommen. Dachtraufe f. ‘Dachrand, von dem das Regenwasser abtropft, Dachrinne’, mhd. dachtroufe; vgl. ahd. thahtrouf m. (Hs. 12. Jh.), mhd. dachtrouf m. n.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dachtraufe · Traufe
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dach Regen Umgehung gelangen geraten kommen licht raten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Traufe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Offenbar geriet das Management aber vom Regen in die Traufe.
Die Welt, 10.09.2001
So kommen Sie garantiert nicht vom Regen in die Traufe!
Bild, 29.03.2000
Damit war sie nun freilich vom Regen in die Traufe geraten.
Die Zeit, 16.06.1989, Nr. 25
Sie flattern auf First und Traufen, später segeln sie wieder in meinen stillen Hof herab, wackeln um meine Bank und gurren.
Frisch, Max: Stiller, Rheda-Wiedenbrück: Bertelsmann 1997 [1954], S. 33
Sie bestehen bei einfachen Sparrendächern aus schräg vom First zur Traufe verlaufenden Windrispen.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 15381
Zitationshilfe
„Traufe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Traufe>, abgerufen am 26.04.2019.

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