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Traufe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Traufe · Nominativ Plural: Traufen
Aussprache 
Worttrennung Trau-fe
Wortbildung  mit ›Traufe‹ als Erstglied: Traufhöhe · Traufkante · Traufpflaster
 ·  mit ›Traufe‹ als Letztglied: Dachtraufe
eWDG

Bedeutung

fachsprachlich untere Kante des Daches (mit der Dachrinne)
Beispiel:
es tropfte von den Traufen
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichvom Regen in die Traufe kommen (= aus einer unangenehmen Lage in eine noch schlimmere geraten)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Traufe · Dachtraufe
Traufe f. ‘untere Kante des Daches (mit der Dachrinne), aus der Dachrinne abfließendes Regenwasser’. Der nur im Dt. begegnende a-Stamm ahd. trouf m. n. (um 900), mhd. trouf m. n. ‘das Tröpfeln, das Herabtropfen des Wassers vom Dach, Ort des Tropfenfalls, Dachrand, -rinne’ und der gleichbed. jō-Stamm mhd. trouf(e) f. sind ablautende Bildungen zu dem unter triefen (s. d.) behandelten Verb. Redensartlich vom Regen in die Traufe kommen (17. Jh.), anfangs auch aus der Traufe in den Schlagregen kommen (17. Jh.), aus der Traufe in den Platzregen kommen (18. Jh.) ‘aus einer unangenehmen Lage in eine noch schlimmere geraten’; vgl. mhd. in die troufe kommen. – Dachtraufe f. ‘Dachrand, von dem das Regenwasser abtropft, Dachrinne’, mhd. dachtroufe; vgl. ahd. thahtrouf m. (Hs. 12. Jh.), mhd. dachtrouf m. n.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dachtraufe · Traufe
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Traufe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Traufe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Traufe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damit war sie nun freilich vom Regen in die Traufe geraten. [Die Zeit, 16.06.1989, Nr. 25]
Dabei ist freilich so mancher vom Regen unter die Traufe geraten. [Die Zeit, 10.01.1983, Nr. 02]
Theoretisch ginge das, aber leider kommt man rasch vom Regen in die Traufe. [Die Zeit, 20.03.1959, Nr. 12]
Damit aber geriet er offenbar vom Regen in die Traufe. [Süddeutsche Zeitung, 05.11.1998]
Sie flattern auf First und Traufen, später segeln sie wieder in meinen stillen Hof herab, wackeln um meine Bank und gurren. [Frisch, Max: Stiller, Rheda-Wiedenbrück: Bertelsmann 1997 [1954], S. 33]
Zitationshilfe
„Traufe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Traufe>.

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