Tresen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tresens · Nominativ Plural: Tresen
Aussprache
WorttrennungTre-sen
Wortbildung mit ›Tresen‹ als Erstglied: ↗Tresenpersonal  ·  mit ›Tresen‹ als Letztglied: ↗Banktresen · ↗Bartresen · ↗Empfangstresen · ↗Holztresen · ↗Rezeptionstresen · ↗Verkaufstresen
eWDG, 1976

Bedeutung

norddeutsch, mitteldeutsch
1.
Schanktisch
Beispiel:
Er stand am Zapfhahn und unterhielt sich über den Tresen hinweg mit zwei Männern am Stammtisch [H. KantAula196]
2.
Ladentisch
Beispiel:
[er sucht] in der Schublade tief unter dem Tresen nach seinen Extravorräten [OelfkenLogbuch76]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tresor · Tresen
Tresor m. ‘feuer- und diebstahlsicherer Panzer-, Geldschrank, gepanzerter unterirdischer Raum, Stahlkammer’, Entlehnung (Ende 19. Jh.) von gleichbed. frz. trésor. Auf voraufgehendem afrz. tresor ‘Schatz, Anhäufung von Gold, Silber, Edelsteinen, Schatzkammer’, über vlat. *tresaurus hervorgegangen (mit antizipiertem r?) aus lat. thēsaurus, griech. thēsaurós (θησαυρός) ‘Vorrat, Schatz, Schatzkammer, Speicher’, beruht als frühe Entlehnung gleichbed. mhd. tresor, trisor, treser, auch trese, trise, trësem, tresen, nhd. (nur vereinzelt bis ins 17. Jh.) Trisur, Tresor. Ahd. triso (8. Jh.), treso (9. Jh.) ‘Schatz, Schatzkammer’, trisohūs (um 800), tresohūs (9. Jh.), asächs. tresurhūs ‘Schatzhaus, -kammer’ dürften dagegen direkt auf das Vlat. zurückgehen. Mhd. tresen ‘Schatzkammer, (verschließbarer) Geldkasten’ (s. oben) steht dann für ‘Geldschublade im Schanktisch’, woraus Tresen m. ‘Schank-, Ladentisch’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ladentisch · ↗Theke · Tresen · ↗Verkaufstisch
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Ausschank · ↗Bar · ↗Schank · ↗Schankraum · ↗Theke · Tresen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bar Barhocker Barkeeper Bier Bistro Ellbogen Hocker Kneipe Mädel Pub Regal Rezeption Stammkneipe Stammtisch Stehtisch Tresen Wirtin Zapfhahn ausschenken drängeln geschwungen gläsern hervorkommen hocken hufeisenförmig hölzern knallen schieben wuchtig zapfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tresen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Tisch ist immer reserviert - in der Ecke rechts vom Tresen.
Bild, 19.08.2003
Und hier, hinterm Tresen, hat früher Ulla Hahn Bier gezapft.
Der Tagesspiegel, 01.02.2000
Zwischendurch nickte ich immer wieder ein, fiel mein Kopf auf den Tresen.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 263
Was eigentlich ein paar Monate reichen müßte, wandert binnen Tagen über den Tresen.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 29
Die Frau ging zum Tresen und bestellte sich einen Tee.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 277
Zitationshilfe
„Tresen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tresen>, abgerufen am 17.11.2019.

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