Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Tresen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tresens · Nominativ Plural: Tresen
Aussprache 
Worttrennung Tre-sen
Wortbildung  mit ›Tresen‹ als Erstglied: Tresenpersonal  ·  mit ›Tresen‹ als Letztglied: Banktresen · Bartresen · Empfangstresen · Holztresen · Rezeptionstresen · Verkaufstresen

Bedeutungsübersicht+

  1. [norddeutsch, mitteldeutsch] ...
    1. 1. Schanktisch
    2. 2. Ladentisch
eWDG

Bedeutung

norddeutsch, mitteldeutsch
1.
Schanktisch
Beispiel:
Er stand am Zapfhahn und unterhielt sich über den Tresen hinweg mit zwei Männern am Stammtisch [ H. KantAula196]
2.
Ladentisch
Beispiel:
[er sucht] in der Schublade tief unter dem Tresen nach seinen Extravorräten [ OelfkenLogbuch76]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tresor · Tresen
Tresor m. ‘feuer- und diebstahlsicherer Panzer-, Geldschrank, gepanzerter unterirdischer Raum, Stahlkammer’, Entlehnung (Ende 19. Jh.) von gleichbed. frz. trésor. Auf voraufgehendem afrz. tresor ‘Schatz, Anhäufung von Gold, Silber, Edelsteinen, Schatzkammer’, über vlat. *tresaurus hervorgegangen (mit antizipiertem r?) aus lat. thēsaurus, griech. thēsaurós (θησαυρός) ‘Vorrat, Schatz, Schatzkammer, Speicher’, beruht als frühe Entlehnung gleichbed. mhd. tresor, trisor, treser, auch trese, trise, trësem, tresen, nhd. (nur vereinzelt bis ins 17. Jh.) Trisur, Tresor. Ahd. triso (8. Jh.), treso (9. Jh.) ‘Schatz, Schatzkammer’, trisohūs (um 800), tresohūs (9. Jh.), asächs. tresurhūs ‘Schatzhaus, -kammer’ dürften dagegen direkt auf das Vlat. zurückgehen. Mhd. tresen ‘Schatzkammer, (verschließbarer) Geldkasten’ (s. oben) steht dann für ‘Geldschublade im Schanktisch’, woraus Tresen m. ‘Schank-, Ladentisch’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ladentisch · Theke · Tresen · Verkaufstisch
Synonymgruppe
Ausschank · Bar · Schank · Schankraum · Schanktisch · Theke · Tresen

Typische Verbindungen zu ›Tresen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tresen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Tresen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was eigentlich ein paar Monate reichen müßte, wandert binnen Tagen über den Tresen. [Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 29]
Ich sah die junge Frau neben mir am Tresen wieder an. [Die Zeit, 28.01.1999, Nr. 5]
Alle sind vor dem Tresen gleich; wer zuerst kommt, mahlt zuerst. [Die Zeit, 26.02.1998, Nr. 10]
Zwischendurch nickte ich immer wieder ein, fiel mein Kopf auf den Tresen. [Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 263]
Hinter einem quadratischen Tresen haben sich sechs kampferprobte Damen verschanzt. [Die Zeit, 08.08.1997, Nr. 33]
Zitationshilfe
„Tresen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tresen>.

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