Tresse, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tresse · Nominativ Plural: Tressen
Aussprache
WorttrennungTres-se
Wortbildung mit ›Tresse‹ als Letztglied: ↗Seidentresse · ↗Wolltresse
eWDG, 1976

Bedeutung

schmales, flaches Band aus mehreren dicken, sich kreuzenden Fäden, Metallfäden, das als Besatz an Kleidungsstücken dient
Beispiele:
eine Livree mit goldenen, silbernen Tressen
der Kragen des Mantels war mit feiner, schwarzer, seidener Tresse eingefasst
Papa in seinem seidengeblümten Morgenanzug mit Tressen [PenzoldtErdenwurm14]
zur Kennzeichnung eines Dienstgrades
Beispiele:
die silbernen Tressen einer Uniform
die Tresse bekommen (= Unteroffizier werden)
umgangssprachlichdie Tresse kriegen (= Unteroffizier werden)
Das ist ein Unteroffizier. Ihr seht das an den Tressen, die er am Kragen hat [RennKindheit29]
ein Oberst ... in einer neuen, von Tressen blitzenden Uniform [WelkHoher Befehl11]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tresse f. ‘Borte, Litze, Zierbesatz’ (an Kleidungsstücken, Uniformen), übernommen (Anfang 18. Jh.) von frz. tresse ‘Geflecht, Haarflechte, Schnur, Borte’, afrz. trece, tresce ‘Haarflechte, Zopf’ (s. ↗Trense). Herkunft ungewiß. FEW 13, 2, 262 ff. geht von spätgriech. trichía (τριχία) ‘Palmbast zur Anfertigung von Stricken’ aus, das offensichtlich in Zusammenhang mit griech. thríx, Genitiv trichós (θρίξ, τριχός) ‘Haar’ steht, und nimmt Entlehnung über vlat. *trichia ‘Zopf, Seil’ an (vgl. ital. treccia ‘Flechte’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Tresse [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
  • Band · schmaler Streifen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Litze Stern golden silbern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tresse‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als Besatz nähen Sie Tresse mehrmals übereinander mit schmalem Zwischenraum auf.
Janusch, Antonie: Unser Schneiderbuch, Leipzig: Verlag für d. Frau 1979 [1965], S. 142
Männliche Dienstboten tragen Flor um den Hut und über blanken Tressen.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 22002
Jetzt bestimmen nicht mehr Tressen und goldene Sterne allein die Autorität.
Die Zeit, 05.06.1987, Nr. 24
Sie sind wie Tressen und Sterne an Uniformen, oder schöne Frauen am Arm beim Opernball.
Die Welt, 08.03.1999
Tressen zeigen auf beiden Seiten dasselbe Muster bei unsichtbarer Kette.
o. A.: B. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 1157
Zitationshilfe
„Tresse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tresse>, abgerufen am 18.11.2019.

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