Triebwagen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungTrieb-wa-gen (computergeneriert)
WortzerlegungTriebWagen
Wortbildung mit ›Triebwagen‹ als Erstglied: ↗Triebwagenfahrer · ↗Triebwagenführer · ↗Triebwagenzug
 ·  mit ›Triebwagen‹ als Letztglied: ↗Dieseltriebwagen · ↗Gepäcktriebwagen · ↗Gütertriebwagen · ↗Schnelltriebwagen
eWDG, 1976

Bedeutung

Schienenfahrzeug mit eigenem Antrieb
a)
Eisenbahnwagen mit eingebautem Elektromotor oder Dieselmotor, Führerstand und großer Nutzfläche zur Beförderung von Personen oder Gütern
b)
Wagen der Straßenbahn oder Stadtschnellbahn mit eingebautem Elektromotor und Führerstand
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trieb · triebhaft · Triebfeder · Triebkraft · Triebwagen
Trieb m. ‘(innere) antreibende Kraft, Schößling’, mhd. -trip (Genitiv -tribes) (in übertrip) ‘das Treiben des Viehs, Viehweide’, ablautende Abstraktbildung zu dem unter ↗treiben (s. d.) behandelten Verb, älteres ↗Trift (s. d.) im Hd. verdrängend. In seinen Verwendungen dem Gebrauch des Verbs folgend, zufrühst (heute noch landschaftlich) ‘das Treiben von Vieh’ (erhalten in Auftrieb zur Alm, Abtrieb von der Alm), auch ‘Weideland, Weiderecht’ und ‘kleines Triebrad’, ‘Eifer, Energie’ (1. Hälfte 16. Jh.), ‘maschineller Antrieb’ (Anfang 17. Jh.), ‘innerer Drang, Antrieb, Lust’ (Ende 17. Jh.), ‘Wachstum einer Pflanze, Sproß, Schößling, geschlechtliches Verlangen, Instinkt, das Treiben von Wild (bei einer Jagd), Abschnitt einer größeren Treibjagd’ (18. Jh.). triebhaft Adj. ‘sinnlich, leidenschaftlich’ (um 1900), älter ‘frisch, lebhaft, kräftig, blühend’ (Anfang 18. Jh.). Triebfeder f. ‘treibende Feder im Uhrwerk’, übertragen ‘innere treibende Kraft, Antrieb’ (18. Jh.), anfangs vereinzelt auch Treibfeder. Triebkraft f. ‘vorantreibende Kraft, Wachstumskraft in einer Pflanze’ (18. Jh.), zuvor Treibkraft (Mitte 17. bis Anfang 19. Jh.). Triebwagen m. ‘Schienenfahrzeug mit eigenem Antrieb’ (Anfang 20. Jh.), zuvor (Ende 19. Jh.) ‘mit einem Motor getriebener Wagen’, vgl. Triebkraftwagen für ‘Automobil’.

Thesaurus

Eisenbahn
Synonymgruppe
Triebwagen · ↗Triebwagenzug · ↗Triebzug
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baureihe Beiwagen Dampflok Dampflokomotive Diesellok Dieselmotor Drehgestell Eisenbahn Frontalzusammenstoß Führerstand Güterwagen Lok Lokomotive Regionalbahn Straßenbahn Stromabnehmer Waggon Zahnradbahn Zugführer Zugspitzbahn Zusammenstoß dieselelektrisch elektrisch entgegenkommend entgleisen herannahend klimatisiert störanfällig zusammenstoßen überrollen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Triebwagen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Triebwagen erfaßt das Auto, schleift es 200 Meter weit mit.
Bild, 11.06.1998
Aber auch die meisten Triebwagen sind nach der neuen Verordnung altes Eisen.
Die Zeit, 20.10.1961, Nr. 43
Eben stieg Frau Amtsgerichtsrat Warkentin schwerfällig in den Triebwagen der Linie 11.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 45
Vor allen Dingen dürfen Sie die Treibräder der Lokomotiven und Triebwagen nicht mit der Hand durchdrehen.
Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 159
Der Verein Deutscher Ingenieure bekräftigt in Köln die Diskussionen über einen vermehrten Einsatz des Triebwagens bei der Reichsbahn.
o. A.: 1931. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 8184
Zitationshilfe
„Triebwagen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Triebwagen>, abgerufen am 23.04.2019.

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