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Trift, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Trift · Nominativ Plural: Triften
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Trift‹ als Letztglied: Alpentrift · Schafstrift · Schaftrift · Seetrift · Viehtrift
 ·  mit ›Trift‹ als Grundform: triften
eWDG

Bedeutungen

1.
landschaftlich Grünland geringerer Qualität, das als Viehweide, besonders für die Schafzucht, genutzt wird
Beispiele:
das Vieh weidet auf den grünen Triften der Almen
die Schafherden zogen zu den Triften
[der] Austrieb der braunen Harzkühe auf die Höhenwiesen und Triften [ Natur u. Heimat1959]
Lebt wohl, ihr Berge, ihr geliebten Triften [ SchillerJungfr. v. OrleansProlog 4]
2.
landschaftlich breiter, mit spärlicher Narbe bewachsener Weg zwischen Ortschaft und Weide oder Weide und Tränke, auf dem das Vieh täglich entlang getrieben wird
Beispiel:
die Trift führt zum Bach
3.
Drift
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trift · Drift · driften · triften · Viehtrift
Trift f. ‘Viehweide, Holzflößung, Strömung des Wassers’, mhd. trift ‘das Treiben, Schwemmen oder Flößen, Weide, Herde, das Tun, Lebensweise’, mnd. drift ‘das Treiben des Viehs, Weide, Herde, Strömung des Wassers, Wassergebiet, Weg’, mnl. drift, dricht, drecht ‘Heftigkeit, Eifer, Drang, Viehherde, Bezirk’, nl. drift ‘Zorn, Leidenschaft, Herde, Strömung, Trift, Abtrift’, anord. drift, dript ‘Schneegestöber, Blumenduft’, schwed. drift ‘Trieb, Antrieb, Betrieb, Strömung’ ist mit ti-Suffix gebildetes Verbalabstraktum zu dem unter treiben (s. d.) behandelten Verb. Mnd. drift bezeichnet auch ‘das Treiben der Strömung, durch Winde bewirkte Meeresströmung sowie das dadurch verursachte (Ab)treiben des Schiffes (vom Kurs)’; in dieser Bildung gelangt der seemännische Ausdruck in der nd. Form Drift f. in die Literatursprache (vereinzelt 18. Jh., häufiger seit etwa 1900), entsprechend driften Vb. ‘im Meer treiben’ (20. Jh.). – triften Vb. ‘(Vieh) treiben’ (15. Jh.), ‘flößen’ (16. Jh.), vereinzelt mhd. triften ‘fortfahren’. Viehtrift f. mhd. vihetrift.

Thesaurus

Synonymgruppe
Trift · Viehtrift
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Trift‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trift‹.

An Auf In Straße geliebt grün hainer

Verwendungsbeispiele für ›Trift‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein unerwartet ankommender Zug findet also die Trift nicht frei. [Die Zeit, 28.06.1951, Nr. 26]
Die großen Werke der Kunst sind in die Trift der Unrast gestoßen worden. [Die Zeit, 03.08.1950, Nr. 31]
Niemand aber wagte es, die Hirten mit ihren Tieren auf die Triften jenseits des Nordsattels zu schicken. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann – Fischer 1947 [1933], S. 407]
Die Sekundärliteratur weidet friedlich zwischen Ästhetik und Politik auf den abgegrasten Triften der Interpretation. [Die Zeit, 23.01.1967, Nr. 04]
Von Bergen kann man hier nicht reden, „ein traulich‑stilles Tal“ haben wir gerade durchquert, auf den Triften grasen schwarzweiße Kühe, nicht Schillers Lämmer. [Die Zeit, 02.04.1993, Nr. 14]
Zitationshilfe
„Trift“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trift>.

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