Triller, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Trillers · Nominativ Plural: Triller
Aussprache
WorttrennungTril-ler (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Triller‹ als Erstglied: ↗Trillerpfeife · ↗trillerartig  ·  mit ›Triller‹ als Letztglied: ↗Doppeltriller · ↗Pralltriller
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Verzierung eines Tones durch wiederholten schnellen Wechsel mit dem nächsthöheren halben oder ganzen Ton
Beispiele:
die Sängerin übte einen Triller
die Geige setzte mit einem Triller ein
er spielte einen Triller auf der Flöte
2.
Vogelruf, der durch gleichförmige, schnell wiederholte Abwechslung von (zwei) benachbarten hellen Tönen erzeugt wird
Beispiele:
die Lerchen, Nachtigallen schlagen Triller
über die Wiesen klangen die melodischen Triller des großen Brachvogels
die Triller eines Kanarienvogels
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Triller · trillern · Trillerpfeife
Triller m. ‘mehrmaliger rascher Wechsel eines Tones mit dem nächsthöheren halben oder ganzen Ton’, auch ‘tremolierender Vogelgesang’, als Terminus der Musik entlehnt (17. Jh.) aus gleichbed. ital. trillo, daher anfangs auch Trillo sowie Trille, Trillung und Trill (dieses nach ebenfalls aus dem Ital. stammendem engl. trill). Die ital. Bildung ist wohl lautmalenden Ursprungs (wie vergleichbares lat. trittilāre ‘schwirren’ von Vögeln), doch wird auch Übernahme aus dem Germ. erwogen, da hier ähnliche Schallnachahmungen vereinzelt bereits früher bezeugt sind, vgl. mhd. die stimme trillieren (13. Jh.), mnl. trillen ‘beim Singen trillern’ (14. Jh.), frühnhd. trill (Schallwort, 15. Jh., dazu tryllsingen, mlat. trillare), die vielleicht mit einem Verb ostfries. trillen ‘hin und her schütteln, zittern’, mnl. nl. trillen ‘zittern, vibrieren’ zu verbinden sind. trillern Vb. ‘die Töne beim Singen mit Trillern verzieren’ (um 1700), ‘singen, trällern’ (auch von Vögeln, Mitte 18. Jh., in beiden Verwendungen gelegentlich auch trillen), ‘eine Signal-, Trillerpfeife ertönen lassen’ (Mitte 19. Jh.), nach ital. trillare ‘Triller singen’, älter ‘rütteln, schütteln’, abgeleitet von ital. trillo (s. oben). Trillerpfeife f. ‘Signalpfeife mit einem trillerartigen Ton’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Triller‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er macht jeden Triller falsch, und es geht trotzdem unter die Haut.
Der Tagesspiegel, 27.05.2002
Sein Gesang ist ein kurzer Triller mit einem angehobenen Ton am Ende.
Die Zeit, 07.03.1986, Nr. 11
In anderen Fällen läßt sich durch »Abziehen und» Einfallen «des Fingers, der den höheren Ton greift, ein Triller ausführen.
Radke, Hans: Wyssenbach. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 45642
Eine Lerche stieg hoch und ärgerte uns durch ihr Trillern.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 146
Unter den Himmeln jubelte ein ebenso sattes Trillern der Lerchen.
Roth, Joseph: Radetzkymarsch, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1978 [1932], S. 153
Zitationshilfe
„Triller“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Triller>, abgerufen am 21.02.2020.

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