Trittbrett, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungTritt-brett (computergeneriert)
WortzerlegungTrittBrett
Wortbildung mit ›Trittbrett‹ als Erstglied: ↗Trittbrettfahrer
eWDG, 1976

Bedeutung

Stufe an einem Fahrzeug, auf die der Fahrende beim Ein- und Aussteigen tritt
Beispiele:
das Trittbrett eines Eisenbahnwagens, Lastautos, einer Straßenbahn
auf das Trittbrett steigen, klettern
auf das Trittbrett eines fahrenden Autobusses springen
auf dem Trittbrett stehen, sitzen
sich auf das Trittbrett schwingen
vom Trittbrett springen, stürzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tritt · Trittbrett · Trittleiter
Tritt m. ‘das Aufsetzen des Fußes beim Gehen’. Das auf das dt. und nl. Sprachgebiet beschränkte Substantiv mhd. trit ‘Tretbewegung des Fußes, Schritt, Gleichschritt, Tanz(lied), Fußsohle, Vorrichtung zum Auftreten, Stufe, Fußspur, Weg’, mnd. tret, trēde, mnl. trēde, (mit Metathese) terde, nl. tred(e), tree ‘Tritt, Treppe, Stufe’ ist Verbalabstraktum zu dem unter ↗treten (s. d.) behandelten Verb. Tritt entwickelt weitere Bedeutungen wie ‘Trittbrett (am Wagen), Fußspur, Spur, Fährte’ (16. Jh.), ‘Schemel, Fußbank’ (17. Jh.), ‘kleine Stehleiter, erhöhte Stufe, Fußstock’ (18. Jh.). Vgl. formelhaftes Tritt und Schritt oder Schritt und Tritt (17. Jh.). Trittbrett n. (2. Hälfte 19. Jh.). Trittleiter f. (um 1900).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fahrt Fuß Kotflügel Kühlergrill Rad Sprung Straßenbahn Wagen Waggon Zug aufspringen benutzen breit fahren grün klettern mitfahren schwingen seitlich springen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trittbrett‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Bike legt sich in die Kurve, dabei bewegen sich die Trittbretter.
Die Zeit, 04.05.2012, Nr. 19
Mit aller Kraft stemme ich die Füße gegen das Trittbrett.
Der Tagesspiegel, 21.08.1998
Ich stieg auf das Trittbrett, und schon ruckte er an.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 461
Der Geruch, der aus dem Loch zwischen den Trittbrettern drang, wurde unerträglich.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 405
Der Zug setzte sich schon in Bewegung, er sprang schnell auf ein Trittbrett, er beugte sich vor, um mir zu winken.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 310
Zitationshilfe
„Trittbrett“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trittbrett>, abgerufen am 24.03.2019.

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