Triumph, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Triumph(e)s · Nominativ Plural: Triumphe
Aussprache
WorttrennungTri-umph (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Triumph‹ als Erstglied: ↗Triumphbau · ↗Triumphbogen · ↗Triumphfahrt · ↗Triumphgefühl · ↗Triumphgeheul · ↗Triumphgeschrei · ↗Triumphpforte · ↗Triumphwagen · ↗Triumphzug
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
großer Erfolg, Sieg
Beispiele:
das ist ein Triumph der Wissenschaft, Menschlichkeit, Liebe, Schönheit, des Friedens
ein glänzender, leichter, beispielloser, vollständiger Triumph
ein billiger Triumph abwertend
das ist ein großer, nur ein halber Triumph (für ihn)
jmd., etw. feiert Triumphe
die Sängerin war auf der Höhe ihrer Triumphe
er gönnte ihm den Triumph (nicht)
er kostete seinen Triumph aus, genoß seine Triumphe
2.
nur im Singular
große Genugtuung, Befriedigung, Freude besonders über einen Erfolg, Sieg
Beispiele:
es war ein (besonderer) Triumph für ihn, dass ...
in seiner Stimme schwang (ein) unverhohlener, kalter, verächtlicher, geheimer Triumph
etw. in stillem Triumph, nicht ohne Triumph sagen
sein Gesicht strahlt, leuchtet vor Triumph
Niemals erleben sie den Triumph, / Daß unsre Treue stürbe [WeinertRufe223]
hemmungslos genießt sie den Triumph, daß Maria vor ihr schweigen muß [ZuchardtNarr427]
3.
jmdn. im Triumph davontragenjmdn. von einer jubelnden Menge, von jubelnden Anhängern begleitet davontragen
Beispiele:
die siegreiche Fußballmannschaft wurde im Triumph vom Spielfeld getragen
der Künstler wurde im Triumph durch die Straßen geleitet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

triumphieren · Triumph · triumphal · Triumphator
triumphieren Vb. ‘einen Siegeseinzug halten, in Siegesjubel ausbrechen’ (Mitte 14. Jh.), ‘einen großen Sieg erringen, jmdm. hoch überlegen sein’ (2. Hälfte 14. Jh.), entlehnt aus lat. triumphāre ‘einen Siegeszug halten, den Sieg davontragen, siegreich einziehen (in Rom), frohlocken’ (zu lat. triumphus, s. unten). Triumph m. ‘großer Sieg, glänzender Erfolg, Siegesjubel’, in historischem Sinne ‘prunkvoller Einzug des siegreichen Feldherrn im antiken Rom’, auch ‘Siegesfeier’ (2. Hälfte 15. Jh., bis ins 17. Jh. oft in lat. Form), aus lat. triumphus ‘siegreicher Einzug eines Feldherrn in Rom, Siegeszug’, entstanden aus dem dreimal wiederholten Zuruf an den triumphierenden Feldherrn iō triumpe (Vokativ). Man führt diesen Ausdruck allgemein auf griech. thríambos (θρίαμβος) zurück, die Bezeichnung für ein bei den Dionysosfesten gesungenes Lied, vielleicht (im Sinne von ‘Dreischritt’) gebildet zu griech. tré͞is (τρεῖς) ‘drei’. Im älteren Dt. wird Triumph auch in die Sprache des Kartenspiels übernommen und entwickelt sich weiter zu ↗Trumpf (s. d.). triumphal Adj. ‘einem Siegeszug, einer Siegesfeier gleichend’, allgemein ‘begeistert gefeiert, umjubelt’ (2. Hälfte 19. Jh.), vielleicht unter Einfluß von frz. triomphal für älteres triumphalisch ‘zum Triumph gehörig, siegreich’ (16. bis 19. Jh.), lat. triumphālis. Triumphator m. ‘feierlich einziehender, siegreicher Feldherr (in Rom), Sieger’ (2. Hälfte 16. Jh.), lat. triumphātor.

Thesaurus

Synonymgruppe
Sieg
Unterbegriffe
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
Bombenerfolg · ↗Gewinn · ↗Riesenerfolg · triumphaler Erfolg  ●  ↗(großer) Erfolg  Hauptform
Assoziationen
  • Erfolg haben · erfolgreich sein · ↗reüssieren  ●  (die) Lorbeeren ernten  fig.
Synonymgruppe
Assoziationen
Synonymgruppe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenblick Champions League Moment Niederlage Stätte Tragik Tragödie Triumph Tränen Vereinsgeschichte Willens auskosten beschert dreifachen errungen feierte genießen größten gönnen historischen krönte neuerlichen persönlichen stillen totalen unerwarteten verhelfen vierten wahre wiederholen

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun, da wir wissen, wie es ausgegangen ist, verspüre ich nicht den geringsten Triumph, Recht gehabt zu haben, das wäre auch widerwärtig.
Die Zeit, 07.10.2004, Nr. 42
Denn die Öffentlichkeit erhofft sich nicht nur den olympischen Triumph.
Der Tagesspiegel, 02.08.2004
Das alte Ägypten hatte in einem verhältnismäßig frühen Stadium seiner Geschichte viele große geistige Triumphe errungen.
Wilson, John A.: Ägypten. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 6385
Ich habe es aber immer für den größten Triumph gehalten, mit mir selber fertig geworden zu sein.
Schnitzler, Arthur: Jugend in Wien, Eine Autobiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1918], S. 40070
Wie freute sich alles darauf, der deutschen Kunst einen neuen Triumph zuzuführen!
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„Triumph“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Triumph>, abgerufen am 21.09.2017.

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