Trostbrief, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Trostbrief(e)s · Nominativ Plural: Trostbriefe
Worttrennung Trost-brief
Wortzerlegung TrostBrief
DWDS-Vollartikel, 2016

Bedeutung

Schreiben, das helfen soll, einen menschlichen oder materiellen Verlust zu überwinden oder den Schmerz darüber zu lindern
Beispiele:
Zum Todestag John F. Kennedys schrieb Charles de Gaulle der Witwe einen Trostbrief. [Die Zeit, 27.11.1964, Nr. 48]
Sie […] pflegt Kranke und Aussätzige, sie besucht die Gefängnisse und schreibt den Gefangenen wunderbare Trostbriefe. [poschenker.wordpress.com, 17.12.2014]
Anlässlich der Schließung großer Teile der US‑Regierung hat Präsident Barack Obama allen Staatsbediensteten einen Trostbrief geschrieben. [Die Zeit, 01.10.2013 (online)]
Nach dem 1:3 gegen Frankreich war Fritz Walter derart deprimiert, daß er sich auf sein Zimmer in der Kaiserslauterner Beethovenstraße zurückzog und tagelang bei geschlossenen Vorhängen auf dem Bett lag. Herberger schrieb ihm Trostbriefe. [Der Spiegel, 07.07.1954, Nr. 28]
Dagegen wurde mir auch viel zarte Teilnahme erwiesen und es soll bei mir unvergessen sein, daß mehrere schöne und tiefempfundene Trostbriefe bei mir eingingen, wenn es in solchen Fallen auch[…] einen wirklichen Trost nicht gibt […]. [Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004, S. 10105. Zitiert nach: Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2, München: G. Birk, 1919]
Zitationshilfe
„Trostbrief“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trostbrief>, abgerufen am 05.06.2020.

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