Trunk, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Trunk(e)s · Nominativ Plural: Trünke
Aussprache
Wortbildung mit ›Trunk‹ als Erstglied: ↗Trunksucht · ↗trunksüchtig  ·  mit ›Trunk‹ als Letztglied: ↗Abendtrunk · ↗Abschiedstrunk · ↗Ehrentrunk · ↗Göttertrunk · ↗Kakaotrunk · ↗Labetrunk · ↗Männertrunk · ↗Schlaftrunk · ↗Schlummertrunk · ↗Schwedentrunk · ↗Siegestrunk · ↗Umtrunk · ↗Versöhnungstrunk · ↗Willkommenstrunk · ↗Zaubertrunk
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
gehoben, veraltend Getränk, Trank
Grammatik: meist im Singular
Beispiele:
jmdm. einen kühlen, erfrischenden, stärkenden, herzhaften Trunk reichen, bieten
einen Trunk süßen Weines
wie wär's mit einem kleinen Trunk?
um einen Trunk Milch, frisches Wasser bitten
sich durch einen Trunk stärken, erquicken
dieser Trunk schmeckt vorzüglich
Ein Trunk vorweg ist dem Magen bekömmlich [JahnnNiederschrift2,363]
2.
veraltend zum Trunkzum Trinken
Beispiele:
sie reichte ihm das Glas, den Becher, Krug zum Trunk
einen Trunk tun (= einen Schluck tun, etw. trinken)
Dann ging es zum Trunk [BebelAus meinem Leben54]
3.
abwertend das übermäßige, gewohnheitsmäßige Trinken alkoholischer Getränke
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
dem Trunk ergeben, verfallen sein
seinen Kummer im Trunk begraben
sich im Trunk betäuben
denn hier ist alles, Weiber und Spiel, Trunk und Schau [St. ZweigNovellen2,299]
Trunksucht, Alkoholismus
Beispiele:
vom Trunk gezeichnete Gesichtszüge
sich [Dativ] durch Trunk eine Krankheit zuziehen
[ein Kerl] der wegen Trunks und allerlei Unredlichkeiten im übelsten Rufe stand [G. Hauptm.2,21]
4.
im Trunkin der Trunkenheit, im Zustand des Betrunkenseins, im Rausch
Beispiele:
er hat es im Trunk getan
nicht einmal im Trunk würde er das machen
seit wann rechneten sich Männer an, was sie im Trunk taten [A. ZweigGrischa242]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trunk · trunksüchtig · Trunksucht · Umtrunk
Trunk m. ‘das Trinken, übermäßiges Trinken, Getränk’, ahd. trunc (um 800), auch ‘Schluck’, mhd. trunc, mnd. drunk, mnl. dronc, nl. dronk, aengl. drync, drinc, engl. drink, anord. drykkr, schwed. dryck, germ. *drunki-, ablautende Abstraktbildung zu dem unter ↗trinken (s. d.) behandelten Verb. trunksüchtig Adj. ‘dem Trunk ergeben’ (Ende 17. Jh.); daraus rückgebildet Trunksucht f. (1. Hälfte 19. Jh.). Umtrunk m. ‘gemeinsames Trinken in einer Runde’ (Ende 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Getränk · ↗Trank · Trunk  ●  ↗(das) Trinken  ugs. · ↗Drink  ugs. · ↗Durstlöscher  ugs. · ↗Gesöff  ugs. · ↗Tropfen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bier Neigung Tanz erfrischend ergeben frisch gereichen gesund kühl laben süß verfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trunk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für Kunden, die über wenig Zeit verfügen, bietet Trunk einen besonderen Service an.
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2001
Nicht einmal einen ordentlichen Trunk hat er sich abends gegönnt.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 789
Zu rechter Zeit ein guter Trunk macht froh das Herz bei alt und jung.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 293
Sie stützte den schweißnassen Kopf und flößte den Trunk ein.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 18
Er testete die Qualität des Trunks und befand ihn auch nach Tagen im heißen Sand noch vergleichsweise kühl und frisch.
Der Tagesspiegel, 13.04.2001
Zitationshilfe
„Trunk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trunk>, abgerufen am 19.11.2019.

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