Trunkenbold, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Trunkenbold(e)s · Nominativ Plural: Trunkenbolde
Aussprache
WorttrennungTrun-ken-bold (computergeneriert)
Wortzerlegungtrunken-bold
eWDG, 1976

Bedeutung

abwertend gewohnheitsmäßiger Trinker, Alkoholiker
Beispiele:
ein notorischer, widerwärtiger Trunkenbold
jmd. ist zum Trunkenbold geworden, herabgesunken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

trunken · Trunkenheit · Trunkenbold
trunken Part.adj. ‘berauscht, betrunken’, übertragen ‘ganz erfüllt, begeistert von etw.’, ahd. trunkan (um 800), mhd. trunken, asächs. drunkan, mnd. drunken, mnl. nl. dronken, aengl. druncen, engl. drunken, anord. drukkinn, schwed. drucken, got. drugkans, präfixloses Part. Prät. des unter ↗trinken (s. d.) behandelten Verbs, eigentlich ‘getrunken habend’, daraus ‘zuviel getrunken habend, betrunken’. Bis ins 18. Jh. Bezeichnung für einen durch alkoholische Getränke verursachten Rauschzustand, seit Mitte 18. Jh. von betrunken (s. ↗trinken) in der Alltagssprache abgelöst, doch in poetischer bzw. gehobener Sprache weiterlebend. Bereits in mhd. Zeit übertragen auf geistige bzw. seelische Verzückungszustände. Trunkenheit f. ‘Betrunkensein, Rausch’, ahd. trunkanheit (um 900), mhd. trunkenheit. Trunkenbold m. ‘Trinker, Säufer’, mhd. trunkenbolt; zum zweiten Kompositionsglied s. ↗bald.

Thesaurus

Medizin, Psychologie
Synonymgruppe
Alkoholabhängiger · ↗Alkoholiker · Alkoholkranker · ↗Trinker · Trunksüchtiger · ↗Zecher  ●  Bsuff  bair., österr. · ↗Alki  ugs. · ↗Bacchant  geh., griechisch, lat. · ↗Bierdimpfl  ugs., bair. · Gamma-Trinker  fachspr. · ↗Saufbold  derb · ↗Saufbruder  ugs. · ↗Schlucker  ugs. · ↗Schluckspecht  ugs. · ↗Schnapsdrossel  ugs. · Spritnase  derb · ↗Spritti  derb · ↗Suffkopp  ugs., norddeutsch · ↗Säufer  derb · Trunkenbold  ugs. · ↗Wermutbruder  ugs., veraltend · ↗Zechbruder  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dieb Narr Weiberheld bekehrt gewalttätig lallend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trunkenbold‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwei Trunkenbolde, die sich an nichts mehr erinnern, ahnen plötzlich, wozu sie fähig sind.
Süddeutsche Zeitung, 26.01.1995
Aber einen widerhaarigen Trunkenbold - und wenn er zehnmal dein Sohn ist - kann ich nicht brauchen.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 4934
Sie sind offenbar alkoholsüchtig und benehmen sich wie andere Trunkenbolde auch.
Die Zeit, 17.01.1997, Nr. 4
Die Trunkenbolde verbargen sich hinter hohen Stapeln, den Rausch auszuschlafen.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 210
Der Trunkenbold glotzte mit seinen glasigen, feuchten Augen Hardekopf an.
Bredel, Willi: Die Väter. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelausgaben, Bd. 7, Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 138
Zitationshilfe
„Trunkenbold“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trunkenbold>, abgerufen am 19.03.2019.

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