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Trunkenbold, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Trunkenbold(e)s · Nominativ Plural: Trunkenbolde
Aussprache 
Worttrennung Trun-ken-bold
Wortzerlegung trunken -bold
eWDG

Bedeutung

abwertend gewohnheitsmäßiger Trinker, Alkoholiker
Beispiele:
ein notorischer, widerwärtiger Trunkenbold
jmd. ist zum Trunkenbold geworden, herabgesunken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

trunken · Trunkenheit · Trunkenbold
trunken Part.adj. ‘berauscht, betrunken’, übertragen ‘ganz erfüllt, begeistert von etw.’, ahd. trunkan (um 800), mhd. trunken, asächs. drunkan, mnd. drunken, mnl. nl. dronken, aengl. druncen, engl. drunken, anord. drukkinn, schwed. drucken, got. drugkans, präfixloses Part. Prät. des unter trinken (s. d.) behandelten Verbs, eigentlich ‘getrunken habend’, daraus ‘zuviel getrunken habend, betrunken’. Bis ins 18. Jh. Bezeichnung für einen durch alkoholische Getränke verursachten Rauschzustand, seit Mitte 18. Jh. von betrunken (s. trinken) in der Alltagssprache abgelöst, doch in poetischer bzw. gehobener Sprache weiterlebend. Bereits in mhd. Zeit übertragen auf geistige bzw. seelische Verzückungszustände. – Trunkenheit f. ‘Betrunkensein, Rausch’, ahd. trunkanheit (um 900), mhd. trunkenheit. Trunkenbold m. ‘Trinker, Säufer’, mhd. trunkenbolt; zum zweiten Kompositionsglied s. bald.

Thesaurus

Medizin, Psychologie
Synonymgruppe
Alkoholabhängiger · Alkoholiker · Alkoholkranker · Trinker · Trunksüchtiger  ●  Bsuff  bayr., österr. · Alki  ugs. · Besoffski  derb · Bierdimpfl  ugs., bayr. · Gamma-Trinker  fachspr. · Saufbold  derb · Saufbruder  ugs. · Schlucker  ugs. · Schluckspecht  ugs. · Schnapsdrossel  ugs. · Spritnase  derb · Spritti  derb · Suffkopp  ugs., norddeutsch · Säufer  derb · Trunkenbold  ugs. · Wermutbruder  ugs., veraltend · Zechbruder  ugs. · Zecher  geh., veraltend, scherzhaft
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Trunkenbold‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trunkenbold‹.

bekehrt notorisch

Verwendungsbeispiele für ›Trunkenbold‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber einen widerhaarigen Trunkenbold – und wenn er zehnmal dein Sohn ist – kann ich nicht brauchen. [Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 4934]
Zwei Trunkenbolde, die sich an nichts mehr erinnern, ahnen plötzlich, wozu sie fähig sind. [Süddeutsche Zeitung, 26.01.1995]
Sie sind offenbar alkoholsüchtig und benehmen sich wie andere Trunkenbolde auch. [Die Zeit, 17.01.1997, Nr. 4]
Der Bauer ist ein gewalttätiger Trunkenbold, der das magere Einkommen versäuft und den seine verhärmte Frau sichtlich hasst. [Die Zeit, 24.10.2012, Nr. 43]
Die Trunkenbolde verbargen sich hinter hohen Stapeln, den Rausch auszuschlafen. [Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 210]
Zitationshilfe
„Trunkenbold“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trunkenbold>.

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