Trunkenheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Trunkenheit · Nominativ Plural: Trunkenheiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungTrun-ken-heit
Wortbildung mit ›Trunkenheit‹ als Letztglied: ↗Betrunkenheit · ↗Freudetrunkenheit
eWDG, 1976

Bedeutung

Zustand des Betrunkenen, Rausch
Beispiele:
schwere, völlige, sinnlose Trunkenheit
Trunkenheit am Lenkrad, Steuer ist strafbar
er wurde wegen Trunkenheit im Dienst zur Rechenschaft gezogen
im Zustand der Trunkenheit taumeln, randalieren
übertragen
Beispiel:
gehoben Wenn er aufsteht vom Rausch seiner Arbeit und aus seiner Zelle unter die Menschen tritt, so ist noch die Trunkenheit in ihm [St. ZweigBalzac195]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

trunken · Trunkenheit · Trunkenbold
trunken Part.adj. ‘berauscht, betrunken’, übertragen ‘ganz erfüllt, begeistert von etw.’, ahd. trunkan (um 800), mhd. trunken, asächs. drunkan, mnd. drunken, mnl. nl. dronken, aengl. druncen, engl. drunken, anord. drukkinn, schwed. drucken, got. drugkans, präfixloses Part. Prät. des unter ↗trinken (s. d.) behandelten Verbs, eigentlich ‘getrunken habend’, daraus ‘zuviel getrunken habend, betrunken’. Bis ins 18. Jh. Bezeichnung für einen durch alkoholische Getränke verursachten Rauschzustand, seit Mitte 18. Jh. von betrunken (s. ↗trinken) in der Alltagssprache abgelöst, doch in poetischer bzw. gehobener Sprache weiterlebend. Bereits in mhd. Zeit übertragen auf geistige bzw. seelische Verzückungszustände. Trunkenheit f. ‘Betrunkensein, Rausch’, ahd. trunkanheit (um 900), mhd. trunkenheit. Trunkenbold m. ‘Trinker, Säufer’, mhd. trunkenbolt; zum zweiten Kompositionsglied s. ↗bald.

Thesaurus

Synonymgruppe
Alkoholrausch · ↗Betrunkenheit · Trunkenheit
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anzeige Beleidigung Diebstahl Drogenbesitz Fahren Fahrerflucht Führerschein Gewalttätigkeit Kokainbesitz Körperverletzung Raserei Ruder Ruhestörung Sachbeschädigung Schiffsverkehr Steuer Strafanzeige Straßenverkehr Unfallflucht Vandalismus Verkehr Verkehrsdelikt Verkehrsgefährdung Völlerei dionysisch fahrlässig selig verbüßen vorbestrafen vorsätzlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Trunkenheit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für Trunkenheit in der Öffentlichkeit werden knapp 250 Mark fällig.
Der Tagesspiegel, 24.03.2000
Zudem wartet eine Anzeige wegen Trunkenheit am Steuer auf ihn.
Bild, 14.09.1999
Ich versuchte, meine Trunkenheit, so gut es ging, zu verbergen.
Hasselbach, Ingo u. Bonengel, Winfried: Die Abrechnung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1993], S. 77
Aber da wandte sie sich selbst wie von einer Trunkenheit überkommen hinweg.
Weismantel, Leo: Die höllische Trinität, Berlin: Union-Verl.1966 [1943], S. 327
Wenn ich das gesagt habe, dann kann es nur in der Trunkenheit geschehen sein.
Friedländer, Hugo: Der Klub der Harmlosen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 15494
Zitationshilfe
„Trunkenheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Trunkenheit>, abgerufen am 22.10.2019.

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