Tuff, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tuffs · Nominativ Plural: Tuffe
Wortbildung  mit ›Tuff‹ als Erstglied: ↗Tuffstein  ·  mit ›Tuff‹ als Letztglied: ↗Kalktuff  ·  mit ›Tuff‹ als Grundform: ↗tuffig
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
aus vulkanischen Aschen, Auswürflingen verfestigtes Gestein
Beispiele:
vulkanischer, feinkörniger, grauer Tuff
Tuffe als Ziegel verwenden
2.
in Gewässern ausgeschiedener Kalkstein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tuff1 · Tuffstein
Tuff1 m. ‘lockeres, großporiges Gestein’, Bezeichnung eines Sedimentgesteins aus vulkanischen Auswürfen, doch auch für sich im Süßwasser absetzenden Kalkstein gebräuchlich (vgl. Kalktuff), Entlehnung (Ende 17. Jh.) aus ital. tufo ‘Vulkangestein’, dem gleichbed. lat. tōfus (spätlat. auch tōphus, tūfus), ein wohl in Unteritalien heimisches (vgl. südital. tufu), vielleicht aus dem Osk.-Umbr. aufgenommenes Wort, vorausgeht. Auf Grund gelehrter Angleichung an die lat. Form findet sich im Dt. bis ins späte 18. Jh. häufig die Lautung Tof(f). Älter ist die sich unmittelbar an lat. tōfus anschließende verdeutlichende Zusammensetzung Tuffstein m. ahd. tufstein (10. Jh.), tubstein, tūhstein (11. Jh.), mhd. tupstein, tupfstein, spätmhd. tungstein, mnd. dū̌fstēn, nhd. zunächst in vielen Varianten Tob-, Top-, Tuff-, Topf-, Tuft-, Duff-, Tug-, Duckstein, bis Ende 18. Jh. vorwiegend Tof(f)stein, seit dem 19. Jh. allgemein Tuffstein.

Tuff2 m. ‘Büschel von Blumen, kleines rundes Blumengebinde’, entlehnt (Mitte 19. Jh., zunächst in frz. Schreibung und als Fem.) aus mfrz. frz. touffe f. ‘Büschel’ (von Pflanzen, Blumen, Federn, Haaren), auch ‘kleines Gehölz’, afrz. tofe ‘Büschel, Schneeflocke’, das wahrscheinlich aus dem Germ. stammt. Ausgangswort könnte das unter ↗Zopf (s. d.) dargestellte Substantiv in einer erst teilweise von der hd. Lautverschiebung betroffenen Form, vielleicht ein altalem. *topf, sein.

Typische Verbindungen zu ›Tuff‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tuff‹.

Verwendungsbeispiele für ›Tuff‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute ist es billiger, den langweiligen, feinkörnigeren gelben neapolitanischen Tuff zu importieren.
Die Zeit, 07.04.1989, Nr. 15
Vorher wie nachher werden fremde Kräfte und fremdes Material (Tuff vom Rhein) herangeholt.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 432
Zwei Dörfer weiter sprengen sie schon eine Disko in den Tuff.
Der Tagesspiegel, 05.06.2005
Dazu waren mehrere Verbindungsgänge zwischen dem Königlichen Palast und den geheimen Waffenkammern in den Tuff geschlagen worden.
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2000
Das fließende Wasser erniedrigte den aus leicht zerstörbarem Tuff (Asche) bestehenden Kegel ohne große Mühe.
Welt und Wissen, 1927, Nr. 2, Bd. 16
Zitationshilfe
„Tuff“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tuff#1>, abgerufen am 05.06.2020.

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Tuff, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tuffs · Nominativ Plural: Tuffs
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Tuff‹ als Letztglied: ↗Maiglöckchentuff · ↗Veilchentuff
eWDG, 1976

Bedeutung

Strauß, Büschel von Blumen
Beispiele:
ein großer Tuff Astern
Rosen in Tuffs anpflanzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tuff1 · Tuffstein
Tuff1 m. ‘lockeres, großporiges Gestein’, Bezeichnung eines Sedimentgesteins aus vulkanischen Auswürfen, doch auch für sich im Süßwasser absetzenden Kalkstein gebräuchlich (vgl. Kalktuff), Entlehnung (Ende 17. Jh.) aus ital. tufo ‘Vulkangestein’, dem gleichbed. lat. tōfus (spätlat. auch tōphus, tūfus), ein wohl in Unteritalien heimisches (vgl. südital. tufu), vielleicht aus dem Osk.-Umbr. aufgenommenes Wort, vorausgeht. Auf Grund gelehrter Angleichung an die lat. Form findet sich im Dt. bis ins späte 18. Jh. häufig die Lautung Tof(f). Älter ist die sich unmittelbar an lat. tōfus anschließende verdeutlichende Zusammensetzung Tuffstein m. ahd. tufstein (10. Jh.), tubstein, tūhstein (11. Jh.), mhd. tupstein, tupfstein, spätmhd. tungstein, mnd. dū̌fstēn, nhd. zunächst in vielen Varianten Tob-, Top-, Tuff-, Topf-, Tuft-, Duff-, Tug-, Duckstein, bis Ende 18. Jh. vorwiegend Tof(f)stein, seit dem 19. Jh. allgemein Tuffstein.

Tuff2 m. ‘Büschel von Blumen, kleines rundes Blumengebinde’, entlehnt (Mitte 19. Jh., zunächst in frz. Schreibung und als Fem.) aus mfrz. frz. touffe f. ‘Büschel’ (von Pflanzen, Blumen, Federn, Haaren), auch ‘kleines Gehölz’, afrz. tofe ‘Büschel, Schneeflocke’, das wahrscheinlich aus dem Germ. stammt. Ausgangswort könnte das unter ↗Zopf (s. d.) dargestellte Substantiv in einer erst teilweise von der hd. Lautverschiebung betroffenen Form, vielleicht ein altalem. *topf, sein.

Typische Verbindungen zu ›Tuff‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tuff‹.

Verwendungsbeispiele für ›Tuff‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute ist es billiger, den langweiligen, feinkörnigeren gelben neapolitanischen Tuff zu importieren.
Die Zeit, 07.04.1989, Nr. 15
Vorher wie nachher werden fremde Kräfte und fremdes Material (Tuff vom Rhein) herangeholt.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 432
Zwei Dörfer weiter sprengen sie schon eine Disko in den Tuff.
Der Tagesspiegel, 05.06.2005
Dazu waren mehrere Verbindungsgänge zwischen dem Königlichen Palast und den geheimen Waffenkammern in den Tuff geschlagen worden.
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2000
Das fließende Wasser erniedrigte den aus leicht zerstörbarem Tuff (Asche) bestehenden Kegel ohne große Mühe.
Welt und Wissen, 1927, Nr. 2, Bd. 16
Zitationshilfe
„Tuff“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tuff#2>, abgerufen am 05.06.2020.

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