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Tumor, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tumors · Nominativ Plural: Tumoren
Nebenform umgangssprachlich Tumor · Substantiv · Nominativ Plural: Tumore
Aussprache  [ˈtuːmoːɐ̯] · [tuˈmoːɐ̯]
Worttrennung Tu-mor
Wortbildung  mit ›Tumor‹ als Erstglied: Tumorerkrankung · Tumormarker · Tumortherapie · Tumorvirus · Tumorwachstum · Tumorzelle
 ·  mit ›Tumor‹ als Letztglied: Gehirntumor · Hirntumor · Lungentumor · Primärtumor
 ·  mit ›Tumor‹ als Grundform: tumorös
Herkunft zu tumorlat ‘Schwellung, Geschwulst’
eWDG und ZDL

Bedeutung

Medizin gutartige oder bösartige Zellwucherung im Gewebe
Synonym zu Geschwulst
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein gutartiger, bösartiger, solider Tumor; ein fortgeschrittener, unheilbarer Tumor
als Akkusativobjekt: einen Tumor aushungern, bekämpfen, bestrahlen, diagnostizieren, entdecken, entfernen
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Bildung, Entstehung, Früherkennung, Bestrahlung von Tumoren; Patienten mit Tumoren; etw. in einen Tumor injizieren, spritzen; Blutgefäße im Tumor
mit Genitivattribut: ein Tumor der Bauchspeicheldrüse, Brust, Gebärmutter, Lunge, Prostata, Speiseröhre
in Koordination: Tumoren und Metastasen, Zysten
mit Prädikativ: der Tumor ist bösartig, gutartig, heilbar, groß
als Aktivsubjekt: ein Tumor entsteht, streut, wuchert, bildet sich zurück, verschwindet, wächst, schrumpft
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse, in der Lunge, im Darm, an der Wirbelsäule; ein Tumor im Frühstadium
als Genitivattribut: das Wachstum, die Bestrahlung, Behandlung, Entfernung des Tumors
in vergleichender Wort-/Nominalgruppe: wie ein Tumor wuchern
Beispiele:
ein Tumor im GehirnWDG
Bei der Untersuchung der Speiseröhre mit einer Kamera kann diese künstliche Intelligenz dazugeschaltet werden. Sie erkennt anhand der Endoskopie‑Bilder, ob ein Tumor vorliegt. Handelt es sich um Krebs, leuchtet die Region gelb oder rot auf. [Süddeutsche Zeitung, 12.12.2020]
Tumore verändern sich stetig, bilden Mutationen. Diese müssen wir kennen, um das passende Medikament zu bekommen. [Bild, 03.02.2018]
Verantwortlich für diese positive Entwicklung sind zum einen deutlich verbesserte Diagnose‑ und Behandlungsmethoden, aber auch bessere Früherkennungsmöglichkeiten, durch die Tumore bereits im Anfangsstadium bzw. in einer noch gutartigen Vorstufe entdeckt und therapiert werden können. [Süddeutsche Zeitung, 04.02.2017]
Die DNA‑Analyse gibt direkten Aufschluß über Stadium und Beschaffenheit des Tumors und liefert damit Hinweise auf Therapieformen. [Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, 2000 [1999]]
Bei soliden Tumoren, wie etwa dem Brustkrebs, müssen die Zellen erst aus dem Gewebeverband herausgelöst werden. [Die Zeit, 19.11.1993]

letzte Änderung:

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tumor m. ‘Geschwulst, Gewächs, Gewebswucherung’. Lat. tumor ‘Schwellung, Geschwulst’, auch ‘Aufwallung, Aufgeblasenheit’, eine Bildung zu lat. tumēre ‘geschwollen sein, vor Zorn aufbrausen, vor Stolz aufgeblasen sein, schwülstig sein’, geht in die lat. medizinische Wissenschaftssprache ein und wird von dort (2. Hälfte 19. Jh.) in die Bildungssprache aufgenommen.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Auswuchs · Geschwulst · Gewebewucherung · Neubildung · Raumforderung · Tumor · Wucherung · Wulst  ●  Exkreszenz  fachspr., lat. · Neoplasie  fachspr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Tumor‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tumor‹.

Zitationshilfe
„Tumor“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tumor>.

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