Tunnelblick, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungTun-nel-blick
WortzerlegungTunnelBlick1
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
infolge eines Rauschzustandes oder beim Fahren mit sehr großer Geschwindigkeit auftretendes eingeschränktes Sehen, bei dem nur die unmittelbar im Zentrum des Gesichtsfeldes befindlichen Objekte richtig wahrgenommen werden
b)
geradeaus gerichteter stierer Blick (wie er für den Tunnelblick (Lesart 1 a) kennzeichend ist)
2.
eingeengte Sichtweise
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

aufsetzt berühmten genannten kriegen verengt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tunnelblick‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er behält den Tunnelblick bei, den er schon im KZ angewandt hat.
Die Welt, 11.11.2004
Schon als Kind nahm er die Welt nur durch einen Tunnelblick wahr.
Der Tagesspiegel, 31.03.2003
Da entsteht oft ein Tunnelblick, man nimmt nicht mehr alles wahr.
Süddeutsche Zeitung, 26.07.2002
Tunnelblick - man sieht nur noch ein Viertel bis ein Fünftel von dem, was man nüchtern wahrnehmen kann.
Bild, 03.07.1998
Viele sind besorgt, andere haben einen Tunnelblick und hasten vorbei.
Die Zeit, 07.12.2007, Nr. 50
Zitationshilfe
„Tunnelblick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tunnelblick>, abgerufen am 20.09.2017.

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