Turban, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Turbans · Nominativ Plural: Turbane
Aussprache
WorttrennungTur-ban
HerkunftPersisch → Rumänisch
eWDG, 1976

Bedeutung

von Mohammedanern und Hindus getragene Kopfbedeckung, die aus einem langen, um den Kopf geschlungenen Stoffstreifen besteht
Beispiele:
einen Turban tragen
ein perlenbestickter Turban
Ein Greis ... den Turban kunstvoll um den Kopf gewunden [A. ZweigJunge Frau234]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Turban m. von Mohammedanern und Hindus getragene, aus einem geschlungenen Stoffstreifen bestehende Kopfbedeckung, wird in der 1. Hälfte des 16. Jhs. (während der Türkenkriege) bekannt. In dt. Texten begegnet zunächst Turbantas, Tarbentes Plur. (1. Hälfte 16. Jh.), danach Turbat, Turbant und -lb-Formen (teilweise mit Bindevokal) Duliban, Tulbant, Tolopa (2. Hälfte 16. Jh.). Heute übliches Turban ist seit Ende des 17. Jhs. belegt; doch vgl. schon mfrz. turban (1. Hälfte 16. Jh.) neben mfrz. tourbelon, toliban, tolopan. Zugrunde liegt türk. tülbend, das auf pers. dolband zurückgeht. Die Formen mit -rb- sind wahrscheinlich durch ital. turbante (15. Jh.) vermittelt, das wohl unter dem Einfluß von mgriech. -rb- aus -lb- steht.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bart Fes Fez Gewand Kaftan Kappe Kippa Kleriker Kopfbedeckung Mullah Pluderhose Robe Sandale Sari Schärpe Sikh Toga Tragen Tunika Umhang Vollbart blutdurchtränkt drapiert geschlungen gewickelt orangefarben safranfarben schlingen weiß wickeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Turban‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein langbärtiger Mann mit schwarzem Turban führt das große Wort.
Die Zeit, 15.05.2008, Nr. 21
Mal zum Turban geschlungen, mal einfach um den Kopf gezwirbelt, selten traditionell nach vorne gebunden.
Der Tagesspiegel, 13.04.2005
Häufig sagte die Form, Farbe und Größe des Turbans etwas über die soziale, politische oder religiöse Stellung des Trägers aus.
Heine, Peter: Kopfbedeckung. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 780
Vertraut kam ihm die Erscheinung mit dem staubfarbenen Turban schon von weitem vor.
Heyking, Elisabeth von: Tschun. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1914], S. 8583
Zitationshilfe
„Turban“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Turban>, abgerufen am 22.02.2019.

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