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Ultimatum, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ultimatums · Nominativ Plural: Ultimatums/Ultimaten
WorttrennungUl-ti-ma-tum (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1976

Bedeutung

zeitlich befristete Forderung, bei deren Nichtbefolgung Gewaltmaßnahmen angedroht werden
Beispiele:
(jmdm.) ein Ultimatum stellen
das Ultimatum wurde angenommen, abgelehnt, zurückgewiesen
seine Forderung glich einem Ultimatum
das österreichische Ultimatum an Serbien […] war die Brandfackel, die die Welt entzündete [LiebknechtReden298]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ultimatum · ultimativ · Ultimo
Ultimatum n. vor allem im politisch-diplomatischen Bereich ‘letzte Aufforderung zur befriedigenden Lösung einer schwebenden Angelegenheit innerhalb einer bestimmten Frist’ (meist verbunden mit der Androhung von Gegenmaßnahmen, falls die Aufforderung nicht befolgt und die Frist nicht eingehalten wird), eine nlat. Bildung (1. Hälfte 18. Jh.) der Diplomatensprache zu mlat. ultimatus ‘letzter’, Part. Perf. von spätlat. ultimāre ‘zu Ende gehen, zu einem Ende kommen’, das von lat. ultimus ‘(der Zeit und Reihenfolge nach) der entfernteste, äußerste, letzte’ abgeleitet ist; zu lat. ulter ‘jenseitig, drüben befindlich’, Ableitung von lat. uls ‘jenseits’. ultimativ Adj. ‘in Form eines Ultimatums, nachdrücklich, unwiderruflich’, besonders in der Fügung ultimative Forderung (1. Hälfte 20. Jh.); vgl. nur wenig älteres frz. ultimatif. Ultimo m. ‘letzter Tag des Monats’; adi ultimo (Anfang 16. Jh.), dann meist bis, auf ultimo (mit nachfolgender Monatsangabe) ist eine Übernahme der Kaufmannssprache von ital. a dí ultimo ‘am letzten Tag’; vgl. lat. ultimō (mēnse Iūniō) ‘am Ende (des Monats Juni)’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ultimatum · zeitlich befristete Forderung
Unterbegriffe
  • Berlin-Ultimatum · Chruschtschow-Ultimatum

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablauf Ablaufen Armeeführung Auslaufen Balkan-Kontaktgruppe Drohung Entführer Kontaktgruppe NATO Nato Räumung Ultimatum Verlassen Verstreichen abgelaufen ablaufen ablaufend auslaufen auslaufend befristet beugen gerichtet gesetzt gestellt knallhart stellen unannehmbar verlängern verlängert verstreichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ultimatum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es bleibt bei einem Ultimatum von zehn Tagen nach Abstimmung in der UNO.
Die Welt, 12.03.2003
Und als sie schwanger wird, stellt sie ihm ein schwer erfüllbares Ultimatum.
Der Tagesspiegel, 16.07.1999
Denn ohne Ultimatum änderte sich vielleicht die Form, nicht aber der Inhalt der sowjetischen Politik.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 27
Kein Ultimatum, keine Note, kein Protest irgendwelcher Art wurde je zuvor der Belgischen Regierung übermittelt.
o. A.: Fünfzehnter Tag. Freitag, 7. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 28881
Um Viertel vor fünf verlängerte er das Ultimatum um weitere fünf Minuten, und dann nochmals um drei Minuten.
Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 189
Zitationshilfe
„Ultimatum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ultimatum>, abgerufen am 17.12.2018.

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