Umtrieb, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Umtrieb(e)s · Nominativ Plural: Umtriebe
Aussprache
WorttrennungUm-trieb
Grundformumtreiben
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nur im Plural
abwertend aus gegnerischer Einstellung gegen eine bestehende staatliche, gesellschaftliche Ordnung unternommene, auf Umsturz gerichtete Aktivitäten
Beispiele:
geheime, feindliche, politische Umtriebe
er wurde wegen staatsfeindlicher Umtriebe verhaftet, angeklagt
daß es notwendig ist, gegenüber den Umtrieben des Imperialismus ... auch künftig wachsam zu sein [Tageszeitung1971]
2.
landschaftlich das Treiben, Herumtreiben
Beispiel:
von seiner Lust am Umtrieb ergriffen, hatte er dann seine Frau ... endgültig verlassen [TralowKepler10]
nur im Plural schweizerisch
UmtriebeZeit oder Geld verschlingende, lästige, unnütze Nebenarbeiten, Laufereien
Beispiel:
Es war im September, Stiller mit allerlei Umtrieben für eine Ausstellung sehr beschäftigt [FrischStiller371]

Thesaurus

Synonymgruppe
Aktivität · ↗Betriebsamkeit · ↗Beweglichkeit · ↗Geschäftigkeit · ↗Rastlosigkeit · ↗Regsamkeit · Umtrieb  ●  ↗Rührigkeit  ugs. · ↗Unternehmungsgeist  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kongreßausschuß anarchistisch antiamerikanisch bündisch demagogisch extremistisch faschistisch hochverräterisch islamistisch kommunistisch konterrevolutionär landesverräterisch neofaschistisch neonazistisch reaktionär rechtsextrem rechtsextremistisch rechtsradikal revolutionär separatistisch staatsfeindlich staatsgefährdend staatsgefährlich subversiv terroristisch umstürzlerisch unamerikanisch undeutsch verbrecherisch verfassungsfeindlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Umtrieb‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich werbe um gezielte Unterstützung gegen die Umtriebe von Rechts.
Der Tagesspiegel, 01.09.2000
Aber draußen im richtigen Leben ist es schon zu spät, den Umtrieben zu wehren.
Die Zeit, 10.01.1997, Nr. 3
In seiner Not entdeckte er sich mir, über dessen »umstürzlerische Tätigkeit und staatsgefährliche Umtriebe« er berichten sollte.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 5123
Es geht nicht an, in der Bewegung für die Integrität Sachsens nur partikularistische Umtriebe zu sehen.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 193
Wieder allein nach seines Tages Umtrieb, überkam den Müden das Gericht.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 1007
Zitationshilfe
„Umtrieb“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Umtrieb>, abgerufen am 16.10.2019.

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