Umweltökonomie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Umweltökonomie · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungUm-welt-öko-no-mie
WortzerlegungUmweltÖkonomie
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2019

Bedeutungen

1.
Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaft, das sich um die Einbeziehung der Umweltqualität in die ökonomischen Unternehmungen bemüht
Beispiele:
Unter Umweltökonomie wird üblicherweise die Analyse der Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Natur verstanden. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.1998]
In der Umweltökonomie wird dieses Phänomen als Rebound-Effekt bezeichnet: Höhere Effizienz führt zu höherer Nachfrage[…]. Als etwa die ersten Dampfmaschinen nach Entwürfen von James Watt in den englischen Fabriken arbeiteten, verbrauchten die zwar weniger Kohle als die vorigen Modelle. Und trotzdem verbrannte im ganzen Königreich plötzlich so viel von dem Rohstoff wie kaum zuvor. [Süddeutsche Zeitung, 03.12.2015]
Die geringe Wertschätzung, die der Natur und der Landschaft von Seiten der Regierungen entgegengebracht wird, hatte bereits Ende der achtziger Jahre die Umweltökonomie auf den Plan gerufen. Diese Disziplin, die Wirtschafts-, Umwelt-, Politik- und Rechtswissenschaften in sich vereint, begann damit, der biologischen Vielfalt mit Hilfe ökonomischer Methoden einen Geldwert beizumessen. [Neue Zürcher Zeitung, 11.08.2004]
Über die ökologische Krise debattieren wir zwar seit zwei Jahrzehnten, aber es ist uns – trotz Herausbildung einer veritablen neuen Disziplin, der Umweltökonomie – noch nicht gelungen, den Gedanken, daß verschiedene Ressourcen endlich sind, in unser ökonomisches Denken (vom Handeln zu schweigen) zu integrieren. [Die Zeit, 17.04.1992, Nr. 17]
Und der Klassiker der Umweltökonomie, [der britische Ökonom] Arthur Pigou, schlug schon 1920 Umweltsteuern vor. [Der Spiegel, 22.08.1988]
2.
Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit im Umgang mit Rohstoffen u. anderen natürlichen Ressourcen wie Wasser, Boden u. Ä.; Aufbereitung und Wiederverwendung von Produktions- und KonsumabfällenQuelle: DWDS, 2019
Beispiele:
Auch die Umweltökonomie wird sich in Zukunft grundlegend ändern[…]. Das Pariser Klimaabkommen zum Beispiel bedeutet in der Konsequenz letztlich nichts anderes, als dass die Wiederverwertung der in den Produkten verwendeten Rohstoffe und Werkstoffe beträchtlich erhöht werden muss. Das hat […] eine wichtige energiewirtschaftliche Seite, weil Gewinnung, Transport und schließlich auch die Produktion mit einem erheblichen Aufwand verbunden sind. [Süddeutsche Zeitung, 13.12.2017]
Beim Modellvorhaben Umweltökonomie wollen die Augsburger Experten demonstrieren, dass Unternehmen durch eine Optimierung ihres Stoffkreislaufes bis zu 20 Prozent ihrer Kosten sparen können. [Süddeutsche Zeitung, 26.08.1999]

Typische Verbindungen zu ›Umweltökonomie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Umweltmanagement Umweltrecht betrieblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Umweltökonomie‹.

Zitationshilfe
„Umweltökonomie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Umwelt%C3%B6konomie>, abgerufen am 20.01.2020.

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