Umweltbewusstsein, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Umweltbewusstseins · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungUm-welt-be-wusst-sein
WortzerlegungUmweltBewusstsein
Ungültige SchreibungUmweltbewußtsein
Rechtschreibregeln§ 2, § 25 (E1)
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2019

Bedeutung

das Wissen um die vom Menschen ausgehende Gefährdung der natürlichen Umwelt, um die Bedeutung einer intakten Umwelt
Beispiele:
Ich bin in den Achtzigerjahren aufgewachsen. Saurer Regen, Mülltrennung, die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl – diese Themen haben mein Umweltbewusstsein geweckt[…]. [Süddeutsche Zeitung, 07.12.2018]
Dank tiefen Energiepreisen und einem nach wie vor wenig ausgeprägten Umweltbewusstsein geht Russlands Wirtschaft […] mit Energie immer noch äusserst verschwenderisch um: Gemäss [einem] […] Bericht […] ist der Energieverbrauch pro Wertschöpfungseinheit noch um das Drei- bis Zehnfache höher als in westeuropäischen Industrieländern. [Neue Zürcher Zeitung, 06.02.2003]
In einer Studie […] kommt das Umweltbundesamt zu dem Ergebnis, dass das Umweltbewusstsein in der zweiten Hälfte der 90er Jahre wieder zugenommen hat. […] Umwelt ist wieder zunehmend ein Thema in der öffentlichen Diskussion und wird heute von vielen Bürgerinnen und Bürgern wieder für wichtiger erachtet. [Frankfurter Rundschau, 18.08.2000]
Der Karton ist nicht mit Styropor gepolstert, sondern mit trickreich gefaltetem Packpapier. […] Auch das Gerät selbst belegt mit vielen Details das Umweltbewusstsein seiner Entwickler. […] Wer das Tastaturgehäuse öffnet, findet, dass man fast alle Bauteile ohne Werkzeug entfernen kann. Dabei überwiegen Komponenten, die nur aus jeweils einem einzigen Rohstoff bestehen. [Cʼt, 2000, Nr. 5]
Der einzelne Marktteilnehmer kann sich oft nicht leisten, umweltfreundlich zu produzieren oder zu konsumieren, wenn ihm dies Konkurrenznachteile bringt. […] Wenn [aber] das Umweltbewußtsein der Menschen weit genug entwickelt ist, so entsteht sogar ein Marktdruck zugunsten umweltfreundlicher Produkte. [Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 33]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein erwachtes, ausgeprägtes, gestiegenes, zunehmendes, verstärktes, breites, verändertes, unterentwickeltes, fehlendes, mangelndes Umweltbewusstsein
als Akkusativobjekt: das Umweltbewusstsein schärfen, fördern, stärken, entwickeln
in Präpositionalgruppe/-objekt: [ein Verhalten lässt] einen Rückschluss auf das Umweltbewusstsein [zu]; einen Appell an das Umweltbewusstsein [der Verbraucher richten]
mit Genitivattribut: das Umweltbewusstsein der Autofahrer, Verbraucher, Kunden, Bevölkerung, Unternehmen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung [wächst, fehlt]
als Genitivattribut: die Förderung des Umweltbewusstseins
Zitationshilfe
„Umweltbewusstsein“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Umweltbewusstsein>, abgerufen am 12.12.2019.

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