Umweltpolitik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Umweltpolitik · Nominativ Plural: Umweltpolitiken · wird meist im Singular verwendet
WorttrennungUm-welt-po-li-tik
WortzerlegungUmweltPolitik
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2019

Bedeutung

Umweltfragen betreffende, dem Umweltschutz dienende Politik
Beispiele:
Das Murren in Europa über die Umweltpolitik der Bundesregierung wird lauter. Jahrelang hat sie sich als Vorreiterin der Energiewende aufgespielt. Doch wenn es um Maßnahmen gegen den Klimawandel geht, die vermeintliche deutsche Interessen tangieren, blockiert sie. [Süddeutsche Zeitung, 11.10.2018]
Blei ist zuerst aus dem Benzin und dann aus der Luft verschwunden, FCKW wurde verboten, das Ozonloch beginnt sich langsam zu schließen. Erneuerbare Energie hat die Atomkraft im Stromnetz überholt. Die Fläche der Naturschutzgebiete hat sich seit 1972 versiebenfacht. Die Erfolge der Umweltpolitik sind unübersehbar[…]. [Die Zeit, 21.03.2013, Nr. 13]
Prioritäre Bereiche werden vor allem sein: […] die Umweltbelastungen aus dem Verkehr zu reduzieren, Lärmprobleme und weitere Risiken für die menschliche Gesundheit anzugehen sowie für eine effiziente Abfallvermeidung und -verwertung zu sorgen. Zu berücksichtigen ist bei solchen Prioritätsfestlegungen auch, daß die Akzeptanz der Umweltpolitik mit der Faßbarkeit der Ziele und dem Verstehen der Handlungsnotwendigkeit steht und fällt: Umweltschutz muß wieder stärker vermittelbar werden. [Die Zeit, 14.03.1997, Nr. 12]
Die Bundesumweltministerin wies […] auf den Wandel der Umweltpolitik im vergangenen Vierteljahrhundert hin. […] [So sei] die Umweltpolitik zunächst vor allem Reparaturpolitik als Antwort auf die Vielzahl der erkannten Umweltschäden gewesen, […] sagte Frau Merkel. Am Anfang standen Sanierungsprogramme für Luft und Wasser[…]. Inzwischen habe man das Ende der Wegwerfgesellschaft und den Beginn der Kreislaufwirtschaft ins Auge gefaßt […]. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.1995]
Sie [die Unternehmen] fürchten, daß [durch Umwelt- und Verbraucherschutzgesetze] heimische Märkte vor ausländischer Konkurrenz geschützt werden sollen. Oder, [dass] […] unterschiedliche Definitionen und Umweltpolitiken zu Zugangsbeschränkungen führen, etwa im Blick auf den Handel und die Verwertung von Abfällen, Verpackungen und Verpackungsabfällen, Chemikalien und Fahrzeugen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.1999] ungewöhnl. Pl.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine vorsorgende, vorausschauende, zukunftsfähige, konsequente, verantwortungsvolle, nachhaltige, globale, effiziente, entschlossene, glaubwürdige, ambitionierte, wirkungsvolle, fortschrittliche Umweltpolitik
als Akkusativobjekt: Umweltpolitik betreiben, verfolgen
in Präpositionalgruppe/-objekt: das Umdenken, das Versagen, die Kehrtwende, der Kurswechsel, der Stillstand, die Erfolge, die Versäumnisse, die Fortschritte in der Umweltpolitik; die Kritik an der Umweltpolitik
mit Genitivattribut: die Umweltpolitik der Regierung, der Partei, des Landes
als Genitivattribut: der Stellenwert, Ansatz, Grundsatz, Schwerpunkt, die Herausforderungen, Aspekte, Erfolge, Aufgaben, Themen, das Instrument, Feld der Umweltpolitik

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bildungspolitik Chefsache Forschungsstelle Friedenspolitik Kurswechsel Querschnittsaufgabe Ressourcenmanagement Sozialpolitik Stellenwert Umdenken Umweltrecht Verbraucherschutz Verkehrspolitik Versäumnis Vorreiter Vorreiterrolle Zielkonflikt angebotsorientiert bündnisgrün global konsequent marktwirtschaftlich nachhaltig qualitätsorientiert rational rot-grün verfehlt vorausschauend vorsorgend zukunftsfähig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Umweltpolitik‹.

Zitationshilfe
„Umweltpolitik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Umweltpolitik>, abgerufen am 15.12.2019.

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