Unannehmlichkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Unannehmlichkeit · Nominativ Plural: Unannehmlichkeiten · wird meist im Plural verwendet
Aussprache
WorttrennungUn-an-nehm-lich-keit (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

unangenehme, peinliche, lästige Sache
Beispiele:
große, persönliche Unannehmlichkeiten
das gibt leicht Unannehmlichkeiten
(mit etw., durch etw.) Unannehmlichkeiten haben
jmdm. Unannehmlichkeiten machen, zufügen, bereiten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

angenehm · (Un)annehmlichkeit
angenehm Adj. ‘erfreulich, wohltuend, willkommen’. Der Bildung spätmhd. (md.) angenēme gehen ahd. nāmi (9. Jh.), gināmi (Hs. 12. Jh.), mhd. genæme, (md.) genēme (s. ↗genehm) und gleichbed. mhd. annæme ‘annehmbar, angenehm’ (vgl. nhd. (Un)annehmlichkeit f. 17. Jh.) voraus, Verbaladjektive zu dem unter ↗nehmen (s. d.) behandelten Verb bzw. zu präfigiertem annehmen, eigentlich ‘was zu nehmen ist, annehmbar, was man gern (an)nimmt’. Das Adjektiv findet, begünstigt durch die Kanzleisprache und durch häufiges Vorkommen in Luthers Bibelübersetzung, schnell Verbreitung. In der Kaufmannssprache entwickelt sich angenehm im 17. Jh. zu ‘gesucht, begehrt’ in bezug auf Waren. Die heutige Bedeutung ist wesentlich beeinflußt von Kant; nach ihm ist angenehm ‘was den Sinnen in der Empfindung gefällt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Umstand · Unannehmlichkeit · ↗Ungemach · ↗Widrigkeit  ●  ↗Malesche  ugs., norddeutsch · ↗Schererei  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Unannehmlichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Unannehmlichkeit>, abgerufen am 27.05.2019.

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