Unbilden

GrammatikSubstantiv · wird nur im Plural verwendet
Aussprache
WorttrennungUn-bil-den (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Unbilden‹ als Letztglied: ↗Witterungsunbilden
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben unangenehme Auswirkungen, große Unannehmlichkeiten, Beschwernisse
Beispiele:
den Unbilden des Wetters, Klimas, Winters ausgesetzt sein
die Unbilden des Lebens, Daseins hatten ihnen zu schaffen gemacht
die Unbilden dieser langen Reise auf sich nehmen
sie hat die Unbilden dieser schweren Krankheit tapfer ertragen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Unbilden Plur. ‘Unannehmlichkeiten, Beschwernisse’. Zugrunde liegt der heute nicht mehr gebräuchliche, aber noch im 19. Jh. belegte Sing. Unbild n. ‘Unförmigkeit, das über alles Maß Hinausgehende, Verderben, Beschwerlichkeit’, ahd. unbilidi ‘Unrecht, Unförmigkeit’ (11. Jh.), mhd. unbilde ‘was nicht zum Vorbild taugt, Frevel, Unrecht, was über alles Maß hinausgeht, das Unbegreifliche, Ungeheuerliche, Wunder’, mit dem Suffix ahd. -idi, germ. -iþja- wohl zu dem in mhd. unbil ‘ungemäß, ungerecht’ belegten Adjektiv gebildet (s. ↗billig).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beschwernisse · Unannehmlichkeiten · Unbilden · Unerfreulichkeiten · Ungelegenheiten · Widrigkeiten · unangenehme Begleiterscheinungen · unangenehme Folgen · Ärgerlichkeiten · Ärgernisse  ●  ↗Unbill  geh. · Unerquicklichkeiten  geh. · ↗Ungemach  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alltag Außenwelt Dasein Gegenwart Klima Krankheit Leben Meer Natur Schutz Trotz Wetter Winter Witterung Zivilisation abschirmen aussetzen bewahren entgehen erlitten ertragen klimatisch kämpfen leiden schützen trotzen wappnen ähnlich äußer überstehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Unbilden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun begannen sie die Unbilden des Winters mit aller Härte zu spüren.
Krämer, Walter: Geheimnis der Ferne, Leipzig u. a.: Urania-Verlag 1971, S. 200
Da darf es sich natürlich nicht um einzelne lokale oder momentane Unbilden handeln.
Süddeutsche Zeitung, 07.09.1996
Verflucht ist das jüdische Volk, es ist schon alt und hat keine Kraft mehr zum Kampf mit Unbilden.
Die Zeit, 31.01.1994, Nr. 05
Mit diesem Satz pflegte Opa Herbert alle Unbilden seines Lebens zu verharmlosen.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 64
Ein großer Teil von ihnen ist verhungert oder durch die Unbilden der Witterung umgekommen.
o. A.: Zweiter Tag. Mittwoch, 21. November 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 9348
Zitationshilfe
„Unbilden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Unbilden>, abgerufen am 18.09.2019.

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