Undulation

WorttrennungUn-du-la-ti-on (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Physik Wellenbewegung, Schwingung
2.
Geologie Verformung der Erdkruste bei der Orogenese
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ondulieren · Ondulation · Undulation · undulieren
ondulieren Vb. ‘die Haare künstlich wellen’ (besonders mit der Brennschere), entlehnt (1. Hälfte 20. Jh.) aus gleichbed. frz. onduler, eigentlich ‘eine Wellenbewegung oder Wellenlinie aufweisen, wellenförmig verlaufen’, einer Ableitung von frz. ondulation ‘wellenförmige Bewegung, Schwingungswelle, Wellenlinie’, das zunächst als Ausdruck der Physik zu spätlat. undula ‘kleine Welle’ gebildet ist. Dieses ist das Deminutivum von lat. unda ‘Welle, Woge’, woraus gleichbed. afrz. frz. onde, dessen Anlaut die Neubildung übernommen hat. Ondulation f. ‘künstliche Wellung der Haare’, nach frz. ondulation (s. oben), das, der Entwicklung des Verbs folgend, auch diese Bedeutung angenommen hat. Entsprechende, doch vom Frz. unabhängige dt. Bildungen zu spätlat. undula sind Undulation f. ‘Wellenbewegung, Schwingung’ und undulieren Vb. ‘sich wellenförmig bewegen, wellenartig verlaufen’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei Neunaugen erfolgt die Fortbewegung durch eine caudat wandernde Bewegungswelle (Undulation).
Blickhan, Reinhard: Motorische Systeme bei Vertebraten. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 191
Zitationshilfe
„Undulation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Undulation>, abgerufen am 20.10.2019.

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