Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Unfreie, die oder der

Grammatik Substantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Unfreien · Nominativ Plural: Unfreie(n)
Mit Pluralendung ‑n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Unfreien, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einzelne Unfreie.
Worttrennung Un-freie
Grundformunfrei
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

historisch Person aus dem Stande derer, die keine Rechtsfähigkeit und keine politischen Rechte besitzen und in der Verfügungsgewalt eines Herrn stehen

Verwendungsbeispiele für ›Unfreie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die vermeintliche Freiheit ist den Unfreien ein Dorn im Auge. [Die Zeit, 14.03.1997, Nr. 12]
Freiheit ist Freiheit, den Unfreien zu helfen, oder sie taugt nicht viel. [Die Zeit, 25.10.1963, Nr. 43]
Aber es gab Momente, da kippte der Kampf für die Freiheit ins Unfreie. [Der Tagesspiegel, 06.12.2003]
Er versklavt die Freien und erhebt die Unfreien zu Herren. [Die Zeit, 06.07.1950, Nr. 27]
Das Stück zeichnet sie als Unfreie, als Gefangene ihrer selbst. [Der Tagesspiegel, 17.05.2004]
Zitationshilfe
„Unfreie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Unfreie>.

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