Ungeist, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ungeistes · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Un-geist
Wortzerlegung  un- Geist1
eWDG

Bedeutung

gehoben, abwertend zerstörerische, eine Entwicklung behindernde Ideologie
Beispiele:
der preußisch‑militaristische Ungeist
Auf die Erziehung der Jugend im nazistischen Ungeist hatten es die Faschisten besonders abgesehen [ Gesch. d. dt. Arbeiterbewegung10,71]
der unausbleibliche Triumph der Kräfte des Friedens und des Sozialismus über den Ungeist imperialistischer und faschistischer Barbarei [ Tageszeitung1971]
der Ungeist des Antikommunismus [ Banaschak-VorholzerMensch121]

Typische Verbindungen zu ›Ungeist‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ungeist‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ungeist‹

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Prozesse sind nicht geeignet, den Ungeist von gestern zu bannen.
Der Spiegel, 01.04.1991
Dieser Ungeist sagt: Du bist nichts - dein Rang ist alles!
Tucholsky, Kurt: Geßler. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1921], S. 18783
Damit am Ende kein Ungeist mehr sein Wesen treiben kann.
Der Tagesspiegel, 22.11.2003
Immerhin konnte es uns und alle Fröhlichen dieser Zeit beruhigen, daß dieser Ungeist nun nicht mehr umgehen würde.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 21
Auch in den Ensembles Suppéscher Operetten geistert der Ungeist dauernder Unisoni.
Moser, Hans Joachim: Ensemble. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 29619
Zitationshilfe
„Ungeist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ungeist>, abgerufen am 14.10.2021.

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