Ungezogenheit, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Un-ge-zo-gen-heit
Grundform ungezogen
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
ungezogene Art, ungezogenes Wesen
2.
ungezogene Handlung, Äußerung

Thesaurus

Synonymgruppe
Fehlverhalten · Flegelhaftigkeit(en) · Ungezogenheit(en) · schlechtes Betragen · unzivilisiertes Benehmen · unzivilisiertes Verhalten  ●  nicht die feine englische Art  fig. · schlechtes Benehmen  Hauptform · (ein) Benehmen wie eine offene Hose  ugs. · Ungebührlichkeit(en)  geh. · Ungehörigkeit(en)  geh. · kein Benehmen  ugs. · keine Art (und Weise)!  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Ungezogenheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch vielleicht lohnte es doch eher, sich für die anzustellen, als wegen dieser Ungezogenheit anstehen zu müssen?
Die Welt, 26.07.2003
Eine fremde Dame auf der Straße anzusprechen, ist eine grobe Ungezogenheit.
Chamrath, Gustav: Lexikon des guten Tons, Wien: Ullstein 1954 [1953], S. 14
Die Musik wurde elaborierter und halbgebildeter, die Texte verloren ihre kindliche Ungezogenheit.
Süddeutsche Zeitung, 01.06.2002
Daß das Anschreien immer eine Ungezogenheit ist, braucht man wohl nicht erst zu sagen.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3103
Es ist eine Ungezogenheit, mir nur so lange zuzuhören, bis sich eine Gelegenheit ergibt, irgendetwas an mir zurechtzurücken.
Strauß, Botho: Der junge Mann, München: Hanser 1984, S. 184
Zitationshilfe
„Ungezogenheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ungezogenheit>, abgerufen am 29.11.2021.

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