Unglaube, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Unglaubens · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Unglauben · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Unglaubens · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungUn-glau-be ● Un-glau-ben (computergeneriert)
Wortzerlegungun-Glaube
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Zweifel an der Richtigkeit einer Sache, der Wahrheit einer Aussage, mangelndes Vertrauen in eine Sache, Entwicklung
Beispiele:
auf seinem Gesicht, in seinen Augen lag spöttischer Unglaube
er spürte bei ihr Unglauben und Ablehnung gegenüber allem, was er sagte
In dieser Auffassung des Trotzkismus widerspiegelt sich dessen tiefer Pessimismus, sein Unglaube an die revolutionäre Kraft der Arbeiterklasse [Einheit1972]
2.
(aus religiöser Sicht) Ablehnung eines religiösen Bekenntnisses
Beispiel:
Er haßte den Schulmeister wegen seines Unglaubens und seiner mythologischen Hantierungen [G. KellerLiebesbriefe6, 419]

Thesaurus

Synonymgruppe
Atheismus · Glaubenslosigkeit · ↗Gottesleugnung · ↗Gottlosigkeit · ↗Religionslosigkeit · Unglaube · ↗Ungläubigkeit
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Antitheismus · starker Atheismus
Assoziationen
Synonymgruppe
Argwohn · ↗Misstrauen · ↗Skepsis · Unglaube · Unglauben · ↗Ungläubigkeit · ↗Zweifel
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aberglaube Ablehnung Entsetzen Glaube Mischung Schlacht Skepsis Spott ernten hervorrufen mischen stoßen tief

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Unglaube‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch der Unglaube an ihre Verwirklichung ist so stark verbreitet, daß dadurch auch ihre Durchsetzung erschwert werden muß.
Die Zeit, 14.05.1982, Nr. 20
Und der neue Unglaube braucht darum auf die schönen alten Bilder nicht zu verzichten.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26890
Selbst was Unglaube heißt, bestimmt sich von dem geforderten Glauben her.
Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 305
Anstelle der Kirchen sollen religiös "neutrale" Lehrer unseren Kindern erklären, was Glaube und Unglaube ist, was moralisch und unmoralisch.
Bild, 13.04.2005
Der Unglaube an die dargestellte Sache kann der reibungslosen Illusion sogar eine Hilfe sein, mehr noch als die Skepsis.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 229
Zitationshilfe
„Unglaube“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Unglaube>, abgerufen am 15.12.2018.

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