Ungleichheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ungleichheit · Nominativ Plural: Ungleichheiten
Aussprache
WorttrennungUn-gleich-heit
Wortzerlegungun-Gleichheit
Wortbildung mit ›Ungleichheit‹ als Letztglied: ↗Bildungsungleichheit · ↗Chancenungleichheit · ↗Einkommensungleichheit
Wahrig und ZDL, 2020

Bedeutung

Zustand des Ungleichgewichts, der Unausgewogenheit, Verschiedenartigkeit; (häufig als Ergebnis ungerechter Verhältnisse entstandene) unterschiedliche Lage von Personen oder unterschiedliche Beschaffenheit von etw.
Gegenwort zu Gleichheit
Beispiele:
Je früher Kinder gefördert werden, desto geringer ist am Ende der Schulzeit die Ungleichheit zwischen benachteiligten und bessergestellten Kindern. [Süddeutsche Zeitung, 19.05.2018]
Steigende Wohnkosten verstärken die Ungleichheit zwischen Arm und Reich in Deutschland weiter. [Die Welt, 23.10.2018]
[…] der Aspekt, wie künftige Investitionen soziale Ungleichheiten bekämpfen können, um den gesellschaftlichen Frieden wiederherzustellen, ist [in dem von der EU-Kommission vorgestellten Aktionsplan] unterrepräsentiert. [Süddeutsche Zeitung, 20.09.2018]
Die Gefahr ist groß, dass die Politik im Bereich der frühkindlichen Bildung nicht genug tut und dies die Ungleichheit bei Bildungschancen noch weiter verschärft. [Die Zeit, 13.10.2017 (online)]
Wachsende Armut, Ungleichheit und Unzufriedenheit in der Bevölkerung nimmt sie [die britische Premierministerin Margaret Thatcher] in Kauf. [Zeit Campus, 02.12.2014, Nr. 01]
Dann muss es darum gehen, alle Unterschiede – also Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten – im Gesundheitssystem anzugehen, und dazu müssten konsequent alle Krankenkassen […] einbezogen werden. [Der Standard, 17.03.2004]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine soziale, wirtschaftliche, gesellschaftliche Ungleichheit; die wachsende, zunehmende, bestehende, steigende Ungleichheit
in Präpositionalgruppe/-objekt: zu einer Ungleichheit führen
in Koordination: Ungleichheit und Armut

Thesaurus

Synonymgruppe
Nicht-Ausbalanciertheit · ↗Schieflage · ↗Unausgewogenheit · ↗Ungleichgewicht · Ungleichheit · ↗Unterschied · mangelnde Balance
Unterbegriffe
Assoziationen
  • (mit / es gibt) zu viel (...) · (mit / es gibt) zu wenig (...) · ↗(zu) ...betont · ↗...lastig · nicht ausbalanciert · nicht im Verhältnis · nicht in Balance · nicht in der (richtigen) Proportion · ↗unausgeglichen · ↗unausgewogen · unproportional (viel) · ↗unverhältnismäßig (viel)  ●  in Schieflage  fig. · nicht im (richtigen) Verhältnis stehen  variabel
  • Gini-Index · Gini-Koeffizient
Synonymgruppe
Abweichung · Auseinandergehen · ↗Divergenz · Ungleichheit · ↗Verschiedenartigkeit  ●  ↗Antagonismus  geh., griechisch
Synonymgruppe
(soziale) Ungleichheit · Einkommensunterschiede · ↗Kluft  ●  Schere zwischen Arm und Reich  floskelhaft

Typische Verbindungen zu ›Ungleichheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Armut Ausbeutung Beseitigung Bildungschance Einkommen Einkommensverteilung Geschlecht Gleichheit Menschenrasse Rasse Unfreiheit Ungerechtigkeit Unterdrückung Unterentwicklung Vermögensverteilung Verteilung beseitigen bestehend extrem faktisch krass materiell sozial sozioökonomisch strukturell vergrößern wachsend zementieren zunehmend ökonomisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ungleichheit‹.

Zitationshilfe
„Ungleichheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ungleichheit>, abgerufen am 25.01.2020.

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