Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Unheil, das

Lesezeichen zitieren/teilen ausklappen
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Unheils · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Un-heil
Wortzerlegung un- Heil
eWDG

Bedeutung

gehoben furchtbares, verhängnisvolles Geschehen, Unglück
Beispiele:
ein schreckliches, furchtbares Unheil
die Quelle, Stätte des Unheils
jmdm. droht Unheil
das Unheil brach plötzlich herein, kam über uns
damit begann das Unheil
Unheil (= großen Schaden) anrichten, stiften
der Krieg brachte schweres Unheil (über die Menschen)
ein Unheil zu verhindern suchen
er hat das Unheil geahnt, vorausgesehen, kommen sehen
Unheil wittern
auf Unheil sinnen
von der Ahnung kommenden Unheils überschattet [ HartungWunderkinder106]

Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • (alles) vernichtend · katastrophal · verheerend  ●  apokalyptisch geh. · desaströs geh.
  • wenn das Unglück bereits geschehen ist · wenn der Schaden bereits eingetreten ist · wenn es (bereits) zu spät ist  ●  wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist ugs., fig. · wenn der Käse schon gegessen ist ugs., fig.

Fluch · Geißel · Unglück · Unheil · Unsegen · Unstern · Verhängnis
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Unheil‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Unheil‹.

Verwendungsbeispiele für ›Unheil‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So lag, unter der Oberfläche, bereits alles bereit für ein großes Unheil. [Haffner, Sebastian: Geschichte eines Deutschen, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1939], S. 64]
Fast immer aber hatte man an ihm den besten Teil des Unheils schon dahin. [Benjamin, Walter: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.), Gesammelte Schriften Bd. 4,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1932-1938], S. 284]
Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils. [Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 10]
Zwar ist das Sehen des Unheils nicht die Folge dieser Art der Deutung. [Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. III, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 326]
Weitaus größeres Unheil hat dagegen die öffentliche Hand zu befürchten. [Die Zeit, 23.07.1998, Nr. 31]
Zitationshilfe
„Unheil“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Unheil>.

Weitere Informationen …

Diesen Artikel teilen:

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Unhaltbarkeit
unhaltig
unhandlich
Unhandlichkeit
unharmonisch
Unheil bringend
Unheil kündend
Unheil verheißend
Unheil verkündend
unheilbar

Worthäufigkeit

selten häufig

Wortverlaufskurve

Wortverlaufskurve 1600−1999
Wortverlaufskurve ab 1946

Geografische Verteilung

Bitte beachten Sie, dass diese Karten nicht redaktionell, sondern automatisch erstellt sind. Klicken Sie auf die Karte, um in der vergrößerten Ansicht mehr Details zu sehen.

Verteilung über Areale

Bitte beachten Sie, dass diese Karten nicht redaktionell, sondern automatisch erstellt sind. Klicken Sie auf die Karte, um in der vergrößerten Ansicht mehr Details zu sehen.

Weitere Wörterbücher

Belege in Korpora

Referenzkorpora

Metakorpora

Zeitungskorpora

Webkorpora

Spezialkorpora