Uni, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Uni · Nominativ Plural: Unis
Grundform Universität
Wortbildung  mit ›Uni‹ als Erstglied: ↗Uni-Klinik · ↗Uni-Klinikum · ↗Unicampus · ↗Unigelände · ↗Uniklinik · ↗Uniklinikum
 ·  mit ›Uni‹ als Letztglied: ↗Eliteuni
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich
Beispiele:
er ist Dozent an der Uni
er ist auf der Uni (= studiert an der Universität)
[der Darwinist] Holt, der hier an der Uni Hygiene liest [ NollHolt2,266]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Universität · Uni
Universität f. ‘in mehrere Fakultäten, Sektionen gegliederte Lehr- und Forschungsstätte, Hochschule’. Zugrunde liegt lat. ūniversitās (Genitiv ūniversitātis) ‘Gesamtheit, das Ganze, Welt(all)’, spätlat. (in juristischem Sinne) ‘Gemeinschaft von Menschen, politische Vereinigung, Korporation, Kollegium, Gilde, Kommune’, zu lat. ūniversus ‘ganz, sämtlich’ (s. ↗universal). Im Mittelalter wird der Begriff übertragen auf die ‘autonome, sich selbst verwaltende Gemeinschaft von Lehrern und Schülern’, vgl. mlat. universitas magistrorum et scolarium bzw. studentium (Paris 1213). Aus dem so verstandenen Begriff ist entlehnt spätmhd. universitēt ‘Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden, der Professoren und Studenten’ (1365); bald darauf wird der Ausdruck übertragen auf die Institution, die Lehreinrichtung (2. Hälfte 14. Jh.), auf die Lehrstätte, das Lehrgebäude und das Studium (16. Jh.). Die umgangssprachliche Kurzform Uni f. ist im 20. Jh. schriftlich bezeugt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Akademie · ↗Hochschule · ↗Universität  ●  ↗Alma Mater  lat. · ↗College  engl. · Uni  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • TH · TU · Technische Hochschule · Technische Universität
  • FH · ↗Fachhochschule
  • Polytechnikum · polytechnische Bildungsanstalt · polytechnische Hochschule
  • Jagellonen-Universität · Jagiellonen-Universität
  • Akademisches Gymnasium · Hohe Schule
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Uni‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Uni‹.

Verwendungsbeispiele für ›Uni‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es sei kaum möglich, in der Stadt neue Räume anzumieten, heißt es aus der Uni.
Die Zeit, 05.09.2011, Nr. 36
Für seine Theorien haben sie nicht mal mehr an der Uni Verwendung.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 264
Da kommt der Mann an die Uni, in der festen Absicht, sich auspfeifen zu lassen.
o. A.: DER UNWÜRDIGE BISCHOF. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1980]
Statt die neuen Massen akademisch zu sozialisieren, wurden die Unis zu Massenuniversitäten.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 24
Ich begann von böhmischer Tafelmalerei zu erzählen, von der Uni, den Demonstrationen.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 99
Zitationshilfe
„Uni“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Uni>, abgerufen am 03.12.2020.

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