Uni, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Uni · Nominativ Plural: Unis
Aussprache 
GrundformUniversität
Wortbildung  mit ›Uni‹ als Erstglied: Uni-Klinik · Uni-Klinikum · Unicampus · Unigelände · Uniklinik · Uniklinikum
 ·  mit ›Uni‹ als Letztglied: Eliteuni
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich
Beispiele:
er ist Dozent an der Uni
er ist auf der Uni (= studiert an der Universität)
[der Darwinist] Holt, der hier an der Uni Hygiene liest [ NollHolt2,266]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Universität · Uni
Universität f. ‘in mehrere Fakultäten, Sektionen gegliederte Lehr- und Forschungsstätte, Hochschule’. Zugrunde liegt lat. ūniversitās (Genitiv ūniversitātis) ‘Gesamtheit, das Ganze, Welt(all)’, spätlat. (in juristischem Sinne) ‘Gemeinschaft von Menschen, politische Vereinigung, Korporation, Kollegium, Gilde, Kommune’, zu lat. ūniversus ‘ganz, sämtlich’ (s. universal). Im Mittelalter wird der Begriff übertragen auf die ‘autonome, sich selbst verwaltende Gemeinschaft von Lehrern und Schülern’, vgl. mlat. universitas magistrorum et scolarium bzw. studentium (Paris 1213). Aus dem so verstandenen Begriff ist entlehnt spätmhd. universitēt ‘Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden, der Professoren und Studenten’ (1365); bald darauf wird der Ausdruck übertragen auf die Institution, die Lehreinrichtung (2. Hälfte 14. Jh.), auf die Lehrstätte, das Lehrgebäude und das Studium (16. Jh.). Die umgangssprachliche Kurzform Uni f. ist im 20. Jh. schriftlich bezeugt.

uni · unifarben
uni Adj. (indeklinabel) ‘einfarbig’, Entlehnung (18. Jh.) von frz. uni ‘gleichmäßig, einheitlich, glatt, ohne Unebenheit’, dann auch (von Stoffen) ‘ohne Musterung, einfarbig’, afrz. uni, oni ‘gleichförmig, glatt, eben’, aus spätlat. ūnītus ‘ver-, geeinigt’, mlat. ‘übereinstimmend’, Part. Perf von spätlat. ūnīre ‘vereinigen’ (zu lat. ūnus ‘ein, einzig’). Dazu die verdeutlichende und flektierbare Zusammensetzung unifarben Adj. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Akademie · Hochschule · Universität  ●  Alma Mater  lat. · College  engl. · Uni  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Uni‹ (berechnet)

Bibliothek Campus Fachbereich Fakultät Forscher Institut Liebesnest Museum Professor Rektor Sammlung Senat Student Studie Studierende Ungetüm Voelkerkundemuseum Völkerkundemuseum Wirtschaftsdokumentation Wissenschaftler forschungsstark frankfurter freiburger gießener heidelberger jungfräulich kasseler kieler mainzer marburger

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Uni‹.

Verwendungsbeispiele für ›Uni‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur sie sah ich, immer nur sie, denn nun trug sie sich gänzlich uni. [Tucholsky, Kurt: Dame in Weiß. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1920], S. 1962]
Fast alles ist uni bezogen, bevorzugt in einem sanften, hellen Grün. [Süddeutsche Zeitung, 31.01.1996]
Vorherrschende Farben sind rot und dunkelblau, uni oder aber Schottenmuster. [Süddeutsche Zeitung, 12.10.1996]
Mal uni, mal gestreift oder auch getupft brechen die einzelnen Steinplatten das Großvolumen optisch auf. [Der Tagesspiegel, 09.06.1999]
Die drei gleichgroßen uni gestrichenen Rechtecke Kellys, rein rot, rein gelb, rein blau, sind die unabhängigsten und darum nichtssagendsten Farbformdemonstrationen überhaupt. [Die Zeit, 09.12.1966, Nr. 50]
Zitationshilfe
„Uni“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Uni>.

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