Untergrund, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Untergrund(e)s · Nominativ Plural: Untergründe
Aussprache
WorttrennungUn-ter-grund
Wortbildung mit ›Untergrund‹ als Erstglied: ↗Untergrundarmee · ↗Untergrundbahn · ↗Untergrundbahnhof · ↗Untergrundbewegung · ↗Untergrundfilm · ↗Untergrundgruppe · ↗Untergrundkampf · ↗Untergrundkommando · ↗Untergrundkämpfer · ↗Untergrundorganisation · ↗Untergrundsender · ↗Untergrundtätigkeit · ↗Untergrundwirtschaft
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
meist im Singular
unter der Erdoberfläche liegende Bodenschicht
Beispiele:
ein lehmiger, morastiger, sumpfiger, sandiger, steiniger Untergrund
den Untergrund für Parkanlagen planieren
das Gestein bildet den Untergrund der sedimentären Schichten
Bodenschicht, die die Grundlage für einen Bau bildet
Beispiele:
das Gebäude steht auf festem, sumpfigem Untergrund
der befestigte Untergrund einer Gleisanlage
der Untergrund hatte sich während der Bauarbeiten gesenkt
2.
meist im Singular
derjenige Teil einer Fläche, von dem sich etw. abhebt, Grund
Beispiele:
der Stoff zeigt ein buntes Muster auf schwarzem Untergrund
das Verkehrsschild hat ein weißes Zeichen auf rotem Untergrund
die Zeichen heben sich gut ab vom Untergrund
3.
meist im Singular
übertragen Grundlage, Fundament
Beispiele:
die Planwirtschaft ist ein fester Untergrund für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes
seine Untersuchungen haben einen soliden wissenschaftlichen Untergrund
4.
nur im Singular, nicht mit unbestimmtem Artikel
umgangssprachlich Untergrundbewegung
Beispiele:
die Widerstandskämpfer arbeiteten, kämpften, lebten viele Jahre im Untergrund, waren im Untergrund tätig
Als die Deutschen ihn [Maurice Sarraut] ermordet hatten, verbreiteten sie, der französische Untergrund habe es getan [H. MannZeitalter442]

Thesaurus

Synonymgruppe
Boden · ↗Erdboden · ↗Erde · ↗Erdreich · Untergrund
Unterbegriffe
  • Staunässeboden · Stauwasserboden
  • Pseudogley · Staugley · Staunässegley · gleyartiger Boden · nasser Waldboden
  • Schluff · Silt
Assoziationen
Synonymgruppe
Grundierung · ↗Haftgrund · Putzgrund · Untergrund (z. B. für Farbe)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abtauchen Beschaffenheit Meeresboden Mordserie abtauchen eben eisig felsig feucht gefroren glatt glitschig islamistisch los matschig moorig morastig nass nationalsozialistisch rauh rutschig sandig schlammig schlüpfrig steinig sumpfig terroristisch tschetschenisch uneben weich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Untergrund‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie gestehen der MRG zwar zu, dass man anfangs nicht wusste, wie schwierig es sein würde, den Untergrund wirksam abzudichten.
Süddeutsche Zeitung, 12.01.2004
Dann aber begann er, direkt auf den Untergrund zu malen.
Der Tagesspiegel, 06.09.2003
Sein Denken war sozusagen der mystischreligiöse Untergrund der neuen künstlerischen Bewegung.
Diederichs, Eugen: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 35973
Es ist ein moralisches Lachen, ein belehrendes Lachen, ein Lachen mit didaktischem Untergrund.
Tucholsky, Kurt: An Siegfried Jacobsohn, 10.05.1917. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1917], S. 15837
Sie trocknen verhältnismäßig schnell und können wie die Ölfarben auf jeden glatten Untergrund gestrichen werden.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 372
Zitationshilfe
„Untergrund“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Untergrund>, abgerufen am 11.11.2019.

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