Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Unterströmung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Unterströmung · Nominativ Plural: Unterströmungen
Aussprache 
Worttrennung Un-ter-strö-mung
eWDG

Bedeutungen

1.
fachsprachlich unter der Wasseroberfläche verlaufende Strömung
Beispiele:
die Unterströmung in einem Gewässer
beim Bau eines Wehrs die Unterströmung beachten
2.
übertragen verborgene, untergründige Bewegung, Regung
Beispiele:
[realistische Gestaltungselemente der sich] als Unterströmung ankündigenden neuen Ordnung [ Bild. Kunst1955]
Er machte sie auf Unterströmungen aufmerksam, die ab und zu in einem scharfen Wort, einem unbeherrschten Blick … gefährlich nach oben trieben [ Ch. WolfGeteilter Himmel57]

Typische Verbindungen zu ›Unterströmung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Unterströmung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Unterströmung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Verlangen, besonders nach dem ältesten Kinde, der einzigen Tochter, war die ständige Unterströmung in meinen Empfindungen. [Boy-Ed, Ida: Lehrling in der Welt. In: Lehmstedt, Mark (Hg.), Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 1086]
Aber in den Unterströmungen des sozialen Lebens wird sich etwas geändert haben. [Der Spiegel, 19.05.1986]
Tatsächlich haben alle deutschen politischen Systeme des vergangenen Jahrhunderts eine nackte Unterströmung gehabt. [Die Zeit, 09.08.2006, Nr. 33]
Eine gefährliche Unterströmung hatte drei der Kinder erfasst, trieb sie ins offene Meer. [Bild, 02.06.2000]
Nun erfasste ihn nach langer Haft exakt wieder diese Unterströmung. [Der Tagesspiegel, 07.06.2000]
Zitationshilfe
„Unterströmung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Unterstr%C3%B6mung>.

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