Unvermögen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Unvermögens · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungUn-ver-mö-gen (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Unfähigkeit
Beispiele:
sein stilistisches Unvermögen
das Unvermögen (= das Nichtfähigsein), sich auszudrücken
das Unvermögen, politische Zusammenhänge zu erkennen
das Unvermögen, sich anzupassen
das Unvermögen (= die durch den reaktionären Klassencharakter bedingte Unfähigkeit) der überlebten reaktionären Klassenkräfte, die Nation zu führen [Banaschak-VorholzerMensch229]
2.
Unfähigkeit aufgrund körperlicher Schwäche
Beispiele:
das Unvermögen seiner strapazierten Nerven, gut zu reagieren
sein Unvermögen, ohne Stütze zu gehen

Thesaurus

Synonymgruppe
Impotenz · ↗Unfähigkeit · Unvermögen
Synonymgruppe
Inkompetenz · ↗Unfähigkeit · ↗Untauglichkeit · Unvermögen
Antonyme
  • Unvermögen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arroganz Dummheit Eingeständnis Gleichgültigkeit Ignoranz Melancholie Nachlässigkeit Nervosität Pech Schlamperei Torschuss Unkenntnis Unmündigkeit Unwille ablenken anlasten darstellerisch entspringen fußballerisch gestalterisch handwerklich kaschieren offenbaren offenkundig schauspielerisch scheitern schier sprachlich stilistisch unternehmerisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Unvermögen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und dann kam noch das Unvermögen der bisher für unfehlbar gehaltenen Gegner dazu.
Die Welt, 18.08.2004
Am Unvermögen, plausibel zu erklären, was an ihrer neuen Politik sozialdemokratisch ist.
Der Tagesspiegel, 15.10.1999
Wir müssen uns zuerst über unser Unvermögen klarwerden, die gesamte Kultur zu behandeln.
Mote, F. W.: China von der Sung-Dynastie bis zur Ch'ing-Dynastie. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2750
Das liegt nun an meinem dramatischen Unvermögen, mir Stücke gespielt vorzustellen.
Tucholsky, Kurt: An Rudolf Leonhard, 11.11.1931. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931], S. 9849
Dieses Unvermögen zu durchbrechen, muß erstes Anliegen der pädagogisch-psychologischen Therapie sein.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 24
Zitationshilfe
„Unvermögen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Unvermögen>, abgerufen am 16.07.2019.

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